Schwerpunkt 70er-Jahre Olympische Spiele mit Olymp

Olymp-Chef Mark Bezner präsentiert zwei original Anzeigenmotive von Werbekampagnen aus den 70er-Jahren für den Bietigheimer Hemdenhersteller.
Olymp-Chef Mark Bezner präsentiert zwei original Anzeigenmotive von Werbekampagnen aus den 70er-Jahren für den Bietigheimer Hemdenhersteller. © Foto: Helmut Pangerl
Bettina Nowakowski 28.07.2018

Für Männer, die den Kurs bestimmen.“ So lautete eine Headline auf einer Anzeige des Hemdenherstellers Olymp aus den 70er-Jahren. Auf Erfolgskurs war das 1951 gegründete und bis heute inhabergeführte Familienunternehmen schon damals. Das noch auf klassische Businesshemden beschränkte Produktangebot hatte viele Liebhaber. „Der Auftragseingang für Olymp Hemden war zu Beginn der 1970er-Jahre derart außergewöhnlich hoch, dass unsere Fertigungskapazitäten nahezu völlig ausgelastet waren“, weiß Mark Bezner, Geschäftsführender Gesellschafter der Olymp Bezner KG.

Die hohe Nachfrage führte, wie in der gesamten Firmengeschichte in aller Regelmäßigkeit immer wieder, zu erneuten räumlichen Erweiterungen. Für das Auftragsplus sorgte auch, dass die deutsche Olympiamannschaft zu den Olympischen Sommerspielen 1972 in München erstmals mit Olymp Hemden ausgestattet wurde. „Ein obendrein gelungener, aufmerksamkeitsfördernder Werbeclou, der die Begehrlichkeit von Olymp Hemden weiter steigerte“, so Mark Bezner.

Die bequeme Passform der Hemden wurde damals mit „Vollschnitt“ bezeichnet, aber es gab teilweise durchaus auch schon körperbetonte Herrenhemden. Für die notwendige Bewegungsfreiheit wurden der Baumwolle vielfach dehnfähige Kunstfasern wie Polyester beigemengt. Neben den Standardfarben Weiß, Blau und Grau präsentierten sich die Hemdenstoffe durchaus auch farbenfroh. Das Spektrum der Modefarben reichte von Mais, Camel und Khaki über Quarz, Aubergine und Zartlila bis hin zu Türkis, Tannen- oder Lindgrün. Auch klassische Muster wie Karo und Streifen waren bereits in den 70ern beliebt. Hohe Produktionsstandards galten schon damals bei Olymp: Eigenschaften wie „kochfest“, „bügelfrei“, „wäschereigeeignet“ oder „einlauffest“ unterstrichen die Produktqualität ebenso wie die erstklassige Verarbeitung.

„Wir bei Olymp haben zu keiner Zeit den Anspruch erhoben, trendgebend zu sein“, meint Mark Bezner zu den modischen Einflüssen in den 70ern. Vielmehr sei das Ziel von Olymp, den Kunden gerade dann bestimmte Kollektionsinhalte zu offerieren, wenn deren Zeit gekommen ist und eine konkrete Nachfrage danach besteht.

Frühzeitig zu wissen, wie sich Farben, Schnitte, Formen und Muster entwickeln, sei für den Markterfolg damals wie heute aber unerlässlich. „Versierte Produktdesigner haben auch schon in den 70er-Jahren dafür gesorgt, Aktualität, Marktkonformität und individuelle Aussagekraft des Olymp Sortiments sicherzustellen“, erklärt Mark Bezner. Informationen über die modischen Entwicklungen und sonstige Trends gewinne man heute vornehmlich durch regelmäßige Besuche internationaler Garn-, Stoff- und Modemessen sowie über die Zusammenarbeit mit professionellen Trendagenturen.

Seit 1975 hat sich der Unternehmensumsatz um mehr als das 22-fache gesteigert: von 11,6 Millionen Euro auf knapp 260 Millionen Euro im Jahre 2017. Kollektionsumfang und -inhalt sowie die Kreativ- und Beschaffungsprozesse haben sich in den über 40 Jahren grundlegend verändert, die Komplexität des Sortiments habe „in erheblichem Maße zugenommen.“ Heutzutage umfassen die mittlerweile vier jährlichen Olymp Fachhandelskollektionen unzählige aktuelle Farbstellungen und Muster, unterschiedliche Schnittvarianten, Kragenformen und Ärmellängen sowie bis zu 17 Größen und Sondergrößen. „Allein im Businesssegment bieten wir heute sechs verschiedene Passformen an.“

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