Ideenwerkstatt ÖPNV-Entwicklung: Bürger reden mit

Wie kann der öffentliche Personennahverkehr in Bietigheim-Bissingen verbessert werden? Die Stadt veranstaltet eine Ideenwerkstatt.
Wie kann der öffentliche Personennahverkehr in Bietigheim-Bissingen verbessert werden? Die Stadt veranstaltet eine Ideenwerkstatt. © Foto: Martin Kalb
Bietigheim-Bissingen / Uwe Mollenkopf 09.11.2018

Seit dem vergangenen Jahr arbeitet die Stadtverwaltung an einem Verkehrsentwicklungsplan. Neben Umfahrungen zur Verkehrsentlastung geht es dabei auch um eine Verbesserung des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV). Um die Bürger bei den Planungen einzubeziehen, fand bereits im November 2017 ein Bürgergespräch in der Aurainhalle mit etwa 360 Besuchern statt. Jetzt soll es weitergehen, fokussiert auf einzelne Themenfelder.

In einer Ideenwerkstatt zum ÖPNV am Samstag, 1. Dezember, ab 14 Uhr im Großen Sitzungssaal des Rathaus Bissingen, Bahnhofstraße 1, wollen die beauftragten Verkehrsplaner zunächst die Rahmenbedingungen und ihre Konzepte vorstellen. In diese seien auch Anregungen aus dem Bürgergespräch soweit als möglich eingeflossen, betont die Stadtverwaltung. Danach geht es für die Bürger um das Einbringen von Ideen und Anregungen sowie das Erarbeiten von Umsetzungsvorschlägen für den öffentlichen Personennahverkehr.

Querschnitt der Gesellschaft

Die Ideenwerkstatt sei als „offene Veranstaltung“ konzipiert, zu der alle interessierten Bürger willkommen sind, heißt es in der Mitteilung der Stadtverwaltung. Für die aktive Mitarbeit in den Arbeitsgruppen sei jedoch eine Anmeldung dringend erforderlich. Interessierte können sich bis zum Freitag, 16. November, anmelden. Neben diesem offenen Aufruf an alle Bürger hat die Stadtverwaltung gezielt Vertreter von Interessensgruppen, etwa von Vereinen, der Aktiven Unternehmer und Kinder und Jugendliche, um ihre Teilnahme gebeten. „Unser Ziel ist ein wirklich guter Querschnitt der Stadtgesellschaft, schließlich betrifft der Verkehrsentwicklungsplan uns alle“, erklärt Oberbürgermeister Jürgen Kessing. Je mehr sich einbrächten, „desto besser das Ergebnis.“

Mit der Konzipierung und Umsetzung des Ideen-Workshops hat die Stadt laut der Mitteilung Stephanie Utz vom Büro „Sinnwerkstadt“ aus Regensburg beauftragt. Nach Tätigkeiten im dortigen Stadtplanungsamt und als langjährige Bürgermeisterin und Baudezernentin der Stadt Ravensburg arbeitet sie seit 2013 freiberuflich als Architektin, Stadtplanerin und Juristin. Ihr Fokus liegt auf strategischer Stadtentwicklung sowie der Planung, Begleitung von Projekten und Moderation von Beteiligungsprozessen.

Arbeit in Gruppen

Die Teilnehmer arbeiten in der Ideenwerkstatt in Gruppen, bestehend aus jeweils maximal zwölf Personen. Fachlich unterstützt werden sie von Planern der Stadt und den beauftragten Verkehrsplanern. Am Ende der Werkstatt führt Stephanie Utz die Ergebnisse der Gruppen zusammen.

Weitere Ideenwerkstätten will die Stadtverwaltung zu den anderen Themen des Verkehrsentwicklungsplans (Motorisierter Individualverkehr, Rad-, Fußverkehr, Mobilitätsmanagement) im Frühjahr organisieren. Der Ablauf soll dabei ähnlich sein.

Info Interessierte Bürger können sich für die Ideenwerkstatt am 1. Dezember persönlich, telefonisch oder per E-Mail im Stadtentwicklungsamt, Rathaus Bissingen, 3. Stock, Bahnhofstraße 1, bis 16. November anmelden. Telefon: (07142) 7 44 53, E-Mail: stadtentwicklung@bietigheim-bissingen.de.

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