Handball OB Jürgen Kessing nach Auslosung: „Attraktivste Gruppe“

Bietigheim-Bissingen / bz 01.07.2017

Bei der Auslosung für die 23. IHF Handball Weltmeisterschaft der Frauen in diesem Jahr fungierte Grit Jurack, mit 306 Länderspielen Deutschlands Rekordnationalspielerin, vor kurzem als Losfee. In Bietigheim-Bissingen werden demnach neben Norwegen, das als Gruppenkopf bereits feststeht, noch Schweden, Tschechien, Ungarn, Argentinien und Polen spielen.

Vom 2. bis 8. Dezember ist die Ege-Trans-Arena Schauplatz von insgesamt 15 Vorrundenspielen, die besten Vier der Sechsergruppe qualifizieren sich für die Hauptrunde. „Wir freuen uns ganz besonders auf die Gäste aus Ungarn“, sagte Oberbürgermeister Jürgen Kessing nach der Auslosung, denn Bietigheim-Bissingen pflegt seit über 25 Jahren eine Städtepartnerschaft mit Székszárd in Ungarn. Sein Wunsch und sein Versprechen für die WM: „Bietigheim-Bissingen wird ein guter Gastgeber für alle Teams sein – wir freuen uns auf viele begeisterte Handballfreunde.“

Hochkarätige Teilnehmer

Norwegen dominierte in den vergangenen Jahren den Frauenhandball, wurde drei Mal Weltmeister, sechs Mal Europameister und zwei Mal Olympiasieger (2008, 2012). Im August 2016 in Rio holte das Team die Olympische Bronzemedaille. Mit Schweden, zum neunten Mal bei einer WM dabei, trifft Norwegen auf starke skandinavische Konkurrenz. Bereits zum 21. Mal sind die Ungarinnen WM-Teilnehmer. Tschechien kommt mit der Bundesliga-Torschützenkönigin Michaela Hrbkova ins Enztal, sie trägt das Trikot von Frisch Auf Göppingen. Südamerika-Meister Argentinien konnte sich zuletzt sieben Mal in Folge für eine Weltmeisterschaft qualifizieren. Für die polnische Nationalmannschaft läuft die Neu-Metzingerin Monika Kobyliáska in der Ege-Trans-Arena auf.

Am Sonntag kam der Sohn von Karolina Kudlacz-Gloc, Kapitänin der polnischen Mannschaft, zur Welt, sie will so bald wie möglich wieder spielen. „Mein Ziel ist es, bis Dezember fit zu sein, denn ich möchte unbedingt bei der WM in Bietigheim dabei sein.“ Ihr künftiger „Chef“ Martin Albertsen, nennt die Vorrundengruppe B „eine Höllengruppe“.

Info An der Frauen-Weltmeisterschaft nehmen insgesamt 24 Mannschaften teil. Die vier Vorrundengruppen mit jeweils sechs Teams werden in Trier (Gruppe A mit Frankreich, Rumänien, Spanien, Slowenien, Angola, Paraguay), Bietigheim-Bissingen (Gruppe B), Oldenburg (Gruppe C mit Dänemark, Russland, Brasilien, Montenegro, Japan, Tunesien) und Leipzig (Gruppe D mit Niederlande, Deutschland, Serbien, Südkorea, China, Kamerun) ausgetragen. Die Finalrunde wird in Hamburg gespielt.

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