Einsätze Nachwehen der Silvesternacht

Christiane Rebhan 03.01.2018

Nicht nach Vorschrift lief anscheinend die Silvesternacht in Bietigheim-Bissingen. Obwohl von Seiten der Stadt das Zünden von pyrotechnischen Gegenständen in unmittelbarer Nähe von Fachwerkhäusern verboten ist, hielten sich Feiernde in der Altstadt nicht daran. Damit begingen sie nicht nur eine Ordnungswidrigkeit, sondern verletzten nach Aussagen in sozialen Netzwerken sogar eine Zuschauerin. Die Zündler richteten demnach ihre Raketen nicht gen Himmel, sondern zielten auf die Geschäfte. „Ich stand vor einem Laden und wurde am Bein von einer Rakete verletzt“, so Konstantina Dimitriadou. Der Vorfall ist der Polizei allerdings nicht bekannt. Das Ordnungsamt der Stadt Bietigheim-Bissingen machte zu dem Vorfall keine Angaben.

Zehn Meter Hecke in Brand

In der Straße „Im Feldle“ brannte gegen 0.29 Uhr eine zehn Meter lange Thuja-Hecke vor einem Einfamilienhaus wegen einer abgelenkten Rakete. 15 Einsatzkräfte der örtlichen Feuerwehr löschten den Brand ebenso wie den in der Paul-Heidelbauer-Straße. Dort brannte um 22.50 Uhr ein Altkleidercontainer. Acht Wehrleute mussten den Behälter aufflexen. Es entstand ein Schaden in Höhe von 200 Euro. Nach Polizeiangaben wurden zuvor drei Jugendliche am Tatort beobachtet.

Auch in Bissingen war die Feuerwehr zum Jahreswechsel im Einsatz: Ein Mülleimerbrand in der Wolf-Hirth-Straße wurde gegen 0.50 Uhr gelöscht. Die Polizeibeamten beziffern den Schaden auf etwa 500 Euro. Aus der Gerokstraße ins Krankenhaus gebracht wurde ein 21-Jähriger. Er hatte gegen 0.12 Uhr eine Feuerwerksbatterie zünden wollen, die allerdings nicht hochging. Der Mann wollte prüfen, was die Ursache war und beugte sich von oben über den Feuerwerkskörper. In dem Moment sprühten die Funken. Nach Angaben der Polizei war der 21-Jährige stark alkoholisiert.