Bietigheim-Bissingen Mordopfer in Bissingen beerdigt

MART 21.04.2016

Die Leiche des Mannes, der am vergangenen Dienstag in Bissingen in der Wolf-Hirth-Straße erschossen wurde, ist an diesem Mittwochmittag auf dem Friedhof am Holzweg bestattet worden. Mehrere hundert Trauergäste waren zu sehen, die Polizei spricht von 400. Die Ordnungshüter waren mit mehreren Streifenwagen vor Ort. Warum eigentlich? Peter Widenhorn, der Sprecher des Polizeipräsidiums Ludwigsburg, spricht von einem "reinen Mengenproblem". Die Präsenz der Polizei sei für den Fall gewesen, dass "viel los gewesen wäre, immerhin handelt es sich um ein Gewaltverbrechen". Infolge der großen Resonanz des Verbrechens in den Medien und in den Sozialen Netzwerken hätten die Beamten mit bis zu 1000 Trauergästen gerechnet. Ist es bei der Beerdigung eines jeden Opfers von Tötungsdelikten üblich, dass die Polizei vor Ort ist? Widenhorn verneint die Frage. Eingreifen mussten die Beamten nicht.

Der 35-jährige Bissinger, ein ehemaliger Kickbox-Weltmeister, wurde mit mehreren Schüssen getötet. Die Polizei hat eine 35-köpfige Sonderkommission mit dem Namen "Bruchweg" gebildet. Fortschritte, sagt Polizeisprecher Widenhorn, gebe es derzeit nicht zu vermelden.