Aus 260 eingereichten Fotos wählte eine Jury am Sonntag die besten Bilder und den Sieger der ersten Bietigheim-Bissinger Fototage. Voraus gingen der Veranstaltung der BSW-Fotogruppe, die zu den Aktiven Senioren gehört, drei Rundgänge durch die Stadt.

Die Mitglieder fotografierten im Oktober und November ihre Bilder, diese wurden anschließend von BZ-Fotograf Martin Kalb bewertet. Ungefähr zeitgleich war die Einreichungsfrist für den Wettbewerb: Vom 7. Oktober bis 20. November konnten alle Teilnehmer maximal zehn Bilder einreichen, die sich um Bietigheim-Bissingen und die Stadtteile drehen. Aus den Bildern der 32 Hobbyfotografen wurden dann am Sonntag von einer dreiköpfigen Jury die 20 besten ausgesucht, die in die Endrunde kamen. Die letzten sieben Bilder wurden von den Juroren Roland Bentz und Dieter Kränzlein sowie von BZ-Fotograf Martin Kalb mit Kärtchen von eins bis zehn bewertet. 30 Punkte bekam keines der Bilder, das Siegerbild von Helmut Holzapfel war mit 29 Punkten aber nah dran.

Motive gab es in den drei Themenbereichen „Typisch Bieigheim“, „Altstadt“ und „Detail“ einige: Vom alten Generatorhaus an der Enz bis zur Skulptur im Park schafften es Bilder in die Endauswahl. Auch ein langzeitbelichtetes Bild eines Zuges auf dem Via­dukt fand das Interesse. Unschlagbar war am Ende das Viadukt hinter der grünen Wiese, mit starken Farben im Morgenlicht um acht Uhr aufgenommen.

„Das Leica-Objektiv ist 40 Jahre alt“, erklärte der Gewinner Helmut Holzapfel. Und auch heute noch zieht er es seinem neuen Modell vor, auch wenn es etwas schwerer ist. Der 81-jährige frühere Richter am Stuttgarter Oberlandesgericht hat schon früh seine Leidenschaft für die Fotografie entdeckt. „Ich fotografiere seit ich 15 bin“, so der Bietigheimer, der als ersten Preis einen Gutschein vom örtlichen Fotogeschäft Ackermann in Empfang nehmen durfte.

Die Idee zu den Fototagen sei aus der BSW-Fotogruppe heraus entstanden, erklärt Vorstand Peter Röhl. Im Pavillon trifft sich die Gruppe regelmäßig und nimmt auch erfolgreich an bundesweiten Wettbewerben teil. „Als nächstes stehen die Themen Handwerker und Religion an“, so Röhl. Die Mitglieder nehmen dazu Fotos auf und diskutieren sie in der Gruppe, bekommen Tipps und Anregungen. „Es war eine ziemlich harte Entscheidung“, bewertet er die Endauswahl zwischen den beiden besten Fotos. Unter den sieben besten Bildern kamen vier aus der Fotogruppe heraus, der Rest wurde extern eingereicht. „Anfangs waren wir etwas skeptisch“, sagt Röhl zum Beginn der Fototage, doch der Verlauf am Sonntag sei gut gewesen.

In zweijährigem Rhythmus?

Wiederholen will die BSW-Fotogruppe de Veranstaltung in jedem Fall, allerdings nicht in diesem Jahr, denn seit Oktober seien die Mitglieder doch sehr beschäftigt gewesen. Im Zweijahresturnus kann sich Röhl die Fototage vorstellen, die dann wieder im Enzpavillon ihren Abschluss haben werden. „Wir sind auf dem richtigen Weg“, so der Vorstand.

Schon viele Preis gewonnen


Die BSW-Fotogruppe hat schon bei vielen Fotowettbewerben Preise gewonnen. Gerade verlieh die Jury der „Sammellinse“, ein Fachjournal der Fotogruppen in der Stiftung Bahn-Sozialwerk, Urkunden für Fotos zum Thema „Essen und Trinken“. Auch bei dem internationalen Fisaic-Wettbewerb erhielten die Bietigheim-Bissinger Fotografen Preise.

Die besten Fotos der ersten Fototage werden in einer Fotogalerie der Bietigheimer Zeitung erscheinen und in einem Fotomagazin abgedruckt. de

www.bietigheimzeitung.de