Altenheim-Förderverein Mit dem Haus an der Metter fing alles an

1980 war Spatenstich des Hauses an der Metter. Hier eine Aufnahme um 1981.
1980 war Spatenstich des Hauses an der Metter. Hier eine Aufnahme um 1981. © Foto: BZ-Archiv/ad
Bietigheim-Bissingen / Petra Neset-Ruppert 12.02.2019

Alles begann mit dem Bau des ersten Pflegeheims in Bietigheim. Als das Haus an der Metter der evangelischen Heimstiftung geplant und gebaut wurde, fand sich der Altenheim-Förderverein 1979 zusammen, um die Ausstattung des Andachtsraums und des Foyers künstlerisch zu gestalten. „Wir wollten etwas mehr tun, als das Budget der Heimstiftung zur Verfügung hatte. Durch Spenden kam ein sechsstelliger Betrag zustande“, erinnert sich der Vorsitzende des Vereins, Manfred List. Nun feiert der Verein sein 40-jähriges Bestehen.

Vor 40 Jahren war Manfred List noch Bürgermeister in Bietigheim. „Ich wurde damals einfach zum ersten Vorsitzenden gemacht und bin es heute noch“, sagt der 83-Jährige und lacht. Doch mit der Einweihung des Hauses war die Arbeit noch nicht getan. Zwar waren die Räumlichkeiten schön gestaltet, doch auf die Frage: „War es das jetzt“ gab es ein klares „Nein“ der Unterstützer, denn von der Spendensumme war noch ein Restbetrag übrig und man fragte die Spender, ob man damit auch andere Aufgaben des Vereins finanzieren dürfe. Das war im Sinne der Spender und so begann der Verein, Veranstaltungen im Pflegeheim zu organisieren.

Mittlerweile bietet der Verein regelmäßige Programmpunkte in vier Heimen in Bietigheim-Bissingen an. „Besonders das Angebot Singen und Spielen kommt sehr gut an. Da treffen sich die Bewohner und können gemeinsam Zeit verbringen“, erzählt der Altbürgermeister. Nicht nur die Mitglieder des Vereins sind bei den Veranstaltungen zugegen. Immer wieder werden Gruppen und Künstler von außerhalb eingeladen, um in den Heimen aufzutreten und zu unterhalten. Zauberer, ehemalige Radiomitarbeiter und eine russische Musikgruppe sorgen regelmäßig für Abwechslung in den Heimen. Von diesem zusätzlichen Programm profitieren die Einrichtungen Haus an der Metter, Pro Seniore, das Haus Caspar, sowie das Haus am Enzpark in Bissingen.

„Der Förderverein bringt sich in verschiedener Art und Weise bei uns im Haus ein. Dank der Unterstützung findet zum Beispiel zwei Mal im Jahr eine Theateraufführung statt. Das könnten wir alleine als Einrichtung gar nicht finanziell stemmen“, sagt Ursula Uhlig, Leiterin des Hauses an der Metter. „Wir wünschen dem Verein, dass sie auch wieder neue Mitglieder finden, damit diese Zusammenarbeit auch weiterhin bestehen kann und danken dem Verein für die Unterstützung“, so Uhlig zum Jubiläum.

Doch nicht nur die Veranstaltungen in den Heimen gehören zu der Arbeit des Fördervereins. Das zweite große Standbein ist die Betreuung von 54 Seniorenwohnungen. „Die Wohnungen in Bietigheim und Bissingen gehören der Bietigheimer Wohnbau. Wir haben zwei Betreuerinnen vom Verein gestellt, die sich um Alltagsdinge kümmern und die Bewohner unterstützen“, erklärt List. Dabei ginge es besonders darum, dass man den Bewohnern auch im Alter ein selbstbestimmtes Leben in den eigenen vier Wänden ermöglicht. Dazu können auch Unterstützung bei Arztbesuchen gehören. „Ein Umzug ins Pflegeheim kann so relativ lange vermieden werden“, so der Vorsitzende.

Rund 200 Mitglieder habe der Verein. Zu Gründungszeiten startete er auf Anhieb mit 110 Mitgliedern. Doch aktiv um Mitglieder und Unterstützer werde nicht geworben. „Wir wollen den anderen Vereinen keine Konkurrenz machen. Finanziell sind wir ordentlich aufgestellt“, betont List. Mit der evangelischen und der katholischen Kirche arbeite der Verein jedoch sehr eng zusammen. „Die Kirchen bringen sich in den Heimen sehr stark ein. Ich schätze unsere gute Zusammenarbeit“, erklärt er weiter.

Für die Zukunft des Vereins wünscht sich der Vorsitzende, dass man das bestehende Programm erhalten und so weiterhin ein buntes Angebot für die Bewohner der Heime in Bietigheim-Bissingen anbieten kann.

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