Bietigheim-Bissingen Matratzenproduktion: Breckle GmbH setzt auf Innovation und Qualität

Edgar Breckle, der Geschäftsführer der Matratzenfabrik Breckle GmbH aus Bietigheim-Bissingen, zwischen seinen Produkten. Er muss sich gegen die Billigkonkurrenz aus Osteuropa und Asien durchsetzen. Geistig dürfe man deshalb nicht schlafen.
Edgar Breckle, der Geschäftsführer der Matratzenfabrik Breckle GmbH aus Bietigheim-Bissingen, zwischen seinen Produkten. Er muss sich gegen die Billigkonkurrenz aus Osteuropa und Asien durchsetzen. Geistig dürfe man deshalb nicht schlafen. © Foto: Helmut Pangerl
Bietigheim-Bissingen / BETTINA NOWAKOWSKI 31.03.2014
Wie man sich bettet, so liegt man, heißt es. Die Matratzenfabrik Emil Breckle GmbH bettet ihre Kunden für bestmöglichen Schlafkomfort auf allen möglichen Varianten und Größen von Matratzen.

"Vor 30 Jahren gab es vielleicht zehn Varianten an Matratzen, heute sind es locker 1.500", erklärt Geschäftsführer Edgar Breckle. In dritter Generation führt er das Familienunternehmen in Bietigheim-Bissingen, das der Großvater Emil Breckle im Jahre 1932 in Benningen gründete.

In den 1960er Jahren spezialisierte sich das Unternehmen auf die Herstellung von Matratzen und ist heute an seinem Firmensitz in Bietigheim-Bissingen Marktführer in Deutschland und Europa. "Unsere Firmenphilosophie ist: so viel wie möglich im eigenen Werk herstellen", so Edgar Breckle zur Erklärung, wie man sich in dem hart umkämpften Markt in dieser Größenordnung hält.

Als Wettbewerbsvorteile sieht er konsequente Investitionen in die neuesten Maschinen, eine ausgeprägte Flexibilität, um auf Kundenwünsche schnell reagieren zu können, kurze Lieferzeiten, ein faires Preis-Leistungsverhältnis, absolute Qualitätsproduktion und ständige Forschung.

Am Tag werden im Bietigheimer Werk 2.000 Matratzen hergestellt, deutschlandweit in den Werken Weida (Thüringen), Northeim (Niedersachsen) und Seelbach (Baden-Württemberg) sind es 8.000 Stück. "Die Matratzenbezüge werden alle noch per Hand genäht", erklärt Edgar Breckle. Die Qualität hat zwar ihren Preis, ist aber auch zertifiziert und immer wieder von der Stiftung Warentest mit Bestnoten bewertet, wie jüngst eine Kindermatratze.

"Eine Matratze muss sich dem Körper individuell anpassen, nicht umgekehrt", erklärt Edgar Breckle. Neuestes Produkt ist die so genannte "SilverGel-Matratze". Sie bringt sanfte Entlastung und feste Stütze zugleich, ist temperaturneutral und hygienisch antibakteriell sowie von optimaler Haltbarkeit. "Eine neue Generation von Matratze, die alle bisherigen Vorteile in sich vereint", stellt Breckle fest.

Deshalb hat sich Breckle diese Innovation auch patentieren lassen. "Die Menschen wollen heute individuell angefertigte Matratzen. Unser Vorteil ist, dass wir uns auf Einzelanfertigungen spezialisiert haben. Wir produzieren hier nicht auf Lager, sondern auf Kundenwunsch."

Das gilt nicht nur im privaten Schlafbereich, sondern auch "auf Reisen": Ob im Caravan, in Hotels, Pensionen oder für Lkw-Fahrer: Die Matratzen sollen auch hier für den bestmöglichen Schlafkomfort sorgen. "Der Mensch braucht einen erholsamen Schlaf", weiß Breckle. "Die Regeneration ist für die Leistungsfähigkeit und die Gesundheit enorm wichtig." Deshalb wird bei der Breckle GmbH auch stetig nach Verbesserungen gesucht und geforscht. "Geistig dürfen wir nicht schlafen", sagt der Geschäftsführer Edgar Breckle und schmunzelt. Denn nur so könne man sich gegen die große Billigkonkurrenz aus Osteuropa oder Asien auf dem Markt halten.

Mit seinen qualifizierten Mitarbeitern und den drei Werken in Deutschland sieht sich der Geschäftsführer Breckle für die Zukunft gut aufgestellt. "Wir sind wirklich sehr gut ausgelastet."

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