In beste Winterstimmung versetzten Vereine und Beschicker am Sonntag die Besucher des Bissinger Martinimarktes. Beim Geschenke kaufen, Essen und Basteln konnten Jung und Alt mit Kind und Hund die Wintersonne genießen und sich im Rathaus und in der Bücherei aufwärmen. Beim Laternenlauf wurde die Geschichte vom heiligen St. Martin nachempfunden, der seinen Mantel mit einem Bettler teilt.

Die Organisatorin Antje von Dören von den aktiven Unternehmern hatte die Reiterin Barbara Waldsee-Ott vom Reitverein Oberriexingen für den Martinsritt gewinnen können. In Vorfreude auf den Umzug mit Laternenliedern bastelten Kinder schon am Vormittag beim Förderverein Schillerschule Lampions, die dem Pferd „Popeye“ den Weg von der Wendeplatte hinter der Südwestbank über die Jahn-, die Kirch- und die Flößerstraße zum Rathaus erhellten.

Viel Programm für Kinder

Auf dem Markt herrschte den ganzen Tag reges Treiben. Alles traf sich auf dem Martinimarkt, um gemeinsam an einem der Stände zu essen oder den Landfrauen im Rathaus einen Besuch zu Kaffee und Kuchen abzustatten. Der Nachwuchs konnte sich mit Schmirgelpapier am eigenen Versperbrett oder mit dem Erschaffen individueller Lesezeichen in der Bücherei beschäftigen und Kinderkarussell fahren oder sich schminken lassen.

Speziell die Landfrauen hatten Vieles aus Bissinger Gärten dabei, wie zum Beispiel ihr fettverbrennendes Rosmarinsalz, Tomaten-Peperoni-Brotaufstriche, Gelee aus Lemberger Trauben oder auch das aus wilden Bissinger Mirabellen gemachte Zibertle-Gelee. Helferinnen um die Vorsitzende, Thea Strauch, ließen die Besucher davon kosten.

 Besucher arbeiteten sich bei einem vielfältigen Angebot durch Zirbensäckchen mit Alpenduft, Honig aus eigener Imkerei, Kräutersalze, Seifen, und Weihnachtsdekorationen, bei welchen dieses Jahr die hölzernen der Renner sind. Wenn möglich mit Rinde und romantisch beleuchtet. Die für einen Martinimarkt obligatorischen Mützen, Schals, Handschuhe, Lederwaren, gestrickte Socken, gehäkelte Topflappen und handgefertigter Schmuck waren natürlich auch im Sortiment. Leute mit Vorliebe für originelle Geschenke konnten zum Beispiel „Weihnachten in der Tüte“ kaufen. Der Inhalt – Kerze, Schokolade und eine Geschichte – reicht für 15 Minuten Weihnachten für den Beschenkten ganz alleine.

Lions Club war vor Ort

Auf dem Weg durch die Stände begegneten den Besuchern des Martinimarktes immer wieder Mitglieder des Lions Clubs, die mit dem Weihnachtskalender für fünf Euro unterwegs waren. Türchenöffner können damit Preise vom Haarschnitt über das Fitnesstraining bis hin zum Sparbuch gewinnen. Der Erlös kommt dem therapeutischen Reiten des Reitervereins Bietigheim-Bissingen, der Diakonie, Kindern von suchtkranken Kindern und dem Verein Silberdistel zugute.

Glückwunschkarten, Windräder für den Garten, Beton-Deko, Wellnessmagnete fürs Wohlbefinden, Wildblumenkäse, Apfelsaft von heimischen Streuobstwiesen, Instrumente für Kosmetik, Maniküre, Pediküre und Modellbau, Naturfutter für Katz‘ und Hund – beim Bissinger Martinimarkt gab es quasi nichts was es nicht gibt. Findige Marktlückenfüller waren sogar mit einem Glühbirnensortiment vertreten.

An der Ecke Bahnhof-/Ludwigsburger Straße spielte Amanky aus Imbaya in Ecuador Panflöte und machte mit den Chachas Perkussion dazu. Er  verlieh dem Markt wieder etwas Zauberhaftes und läutete Sankt Martins Ritt  musikalisch ein.