Ende 2017 hätte das Makadamwerk Schwaben seinen Betrieb auf dem Gelände des Steinbruchs Fink einstellen müssen. Eigentlich. So lange reichte jedenfalls die Betriebserlaubnis. Doch wie berichtet hatte das  Makadamwerk  einen Antrag auf Verlängerung des Betriebs gestellt und, als dieser vom Landratsamt als zuständiger Genehmigungsbehörde abgelehnt wurde, Widerspruch eingelegt, verbunden mit einem Eilantrag beim Verwaltungsgericht Stuttgart. Es kam zum Verfahren, und das Werk durfte erst einmal weiterarbeiten. Inzwischen steht nun aber fest, wann Schluss ist: Ein Vergleich sieht vor, dass die Makadamwerk Schwaben GmbH & Co. KG  den Betrieb ihres Asphaltmischwerkes bis  spätestens am 31. Dezember 2019 endgültig einstellen muss.

Wie Pressesprecherin Ulrike Zeitler bestätigte, hat das Verwaltungsgericht Stuttgart den Parteien – dem Makadamwerk und dem Landratsamt Ludwigsburg – am 27. Juli einen Vergleich unterbreitet. Diese stimmten innerhalb der Frist bis Mitte August zu, womit der Rechtsstreit nun beendet ist.

Rückbau bis Ende 2021

Das Makadamwerk hat damit das Ziel seines ursprünglichen Antrags erreicht, denn auch dieser sah den Weiterbetrieb bis Ende 2019 vor. Dass das Landratsamt darauf eingegangen ist, begründet Pressesprecher Dr. Andreas Fritz so: „In Anbetracht der komplexen Materie und um ein möglicherweise langwieriges Rechtsmittelverfahren mit ungewissem Ausgang zu vermeiden“, habe man dem Vergleich zugestimmt.

Dafür hat sich das Unternehmen seinerseits verpflichtet, keine weiteren Rechtsmittel einzulegen und verzichtet auf alte Genehmigungen. Die Anlage darf bis zu diesem Zeitpunkt nur im bisher genehmigten Umfang betrieben werden.

Ferner beinhalte der Vergleich, dass das Makadamwerk bis zum 31. Dezember 2021 sämtliche betriebliche Anlagen und gelagertes Material entfernen müsse, so Ulrike Zeitler.

Der Weiterbetrieb des Asphaltmischwerks im Steinbruch Fink war in der Stadt auf unterschiedliche Reaktionen gestoßen. Während er etwa vom Bietigheim-Bissinger Tiefbauunternehmen Schütt begrüßt wurde, ärgerten sich Anwohner darüber, nachdem zuvor, im Sommer 2016, die Errichtung einer Biomüllvergärungsanlage auf dem Gelände durch einen Bürgerentscheid verhindert worden war.

Die Stadt Bietigheim-Bissingen war bei dem Verfahren vor dem Verwaltungsgericht keine Partei, sondern nur „beigeladen“. Sprecherin Anette Hochmuth wollte den Vergleich daher auch nicht bewerten. Die Stadt habe das Ergebnis zur Kenntnis genommen, sagte sie auf Anfrage.