Bietigheim-Bissingen / BZ Am Sonntagabend bat die Chorvereinigung Bietigheim zum Jahreskonzert ins Kronenzentrum und funktionierte am Tag der Europa-, Kommunal-, Regional- und Kreistagswahlen den Saal in ein "Wahlstudio" um. So hieß das Konzept der Chorveranstaltung.

Die erste Hochrechnung zu den Europawahlen sollte es sein - kurz nach 18 Uhr -, doch was der Zuschauer auf der Leinwand sah war: nichts. So musste Jürgen Knopf, Vorsitzender der Chorvereinigung Bietigheim (CVB), erst in der Regie nachfragen, wie es weitergeht, um dann ideenreich durch das Konzert der Chorvereinigung zu leiten. So begrüßte er einige Zuhörer als Studiogäste und band sie in das Konzept des "Wahlstudios" erfolgreich ein.

Der CVB-Chor, unter der Leitung von Klaus-Peter Ammer, verstärkt durch Sängerinnen und Sänger der Eintracht Untermberg und des Gesangvereins Steinhaldenfeld, präsentierte sich wohlgelaunt. Als erstes intonierten sie den Hit der holländischen Gruppe "Cats", "One way wind". Danach folgten "Rot, rot, rot sind die Rosen", "Irgendwo auf der Welt" der "Comedian Harmonists" und als Solo "What a wonderful world".

Dabei zur Seite hatten sie den, wie Knopf sagte, jugendlichen Tenor Jürgen Deppert, der in diesem Jahr sein 40-Jahr-Bühnenjubiläum feiert. Die nächsten Lieder führten nach Amerika mit "My heart will go on" und "New York New York". Es folgte ein fulminantes Medley von Ufa-Melodien. Der Erfolg dieser Darbietung ließ nicht lange auf sich warten, und das Publikum erhob sich von den Sitzen und forderte zur Zugabe auf. Es folgte eine Wiederholung des Liedes "Das gibts nur einmal" und dabei kam der junge Chor der Chorvereinigung, "Chorporation" mit auf die Bühne. Chor und Zuschauer sangen bei den nächsten Liedern im gegenseitigen Wechsel, und so lag es an der CVB-Band (Matthias Keefer-Gitarre, Felix Meyerle-Piano, Oliver Pilich-Schlagzeug, Thomas Schmitz-Bass), den nicht enden wollenden Refrain zu unterbrechen und in die Pause zu gehen.

Der zweite Teil des Konzertes wurde durch die "Chorporation" gestaltet. Die Dirigentin Timea Toth leitete den Chor souverän durch die vielen schwierigen Arrangements. Es begann mit: "So soll es bleiben", dem Hit von "Ich & Ich". Trotz des anspruchsvollen Chorsatzes hatte man sofort das Gefühl, dass es auch den Chormitgliedern riesigen Spaß macht, auf der Bühne zu stehen.

Es ging weiter mit zeitgenössischen Liedern von U2 und Eric Clapton. Dann kam eine Bond-Triologie. Im letzten Drittel des Konzertes gabs ganz moderne Lieder wie "Geboren um zu leben" von "Unheilig" oder "Tage wie dieser" von den Toten Hosen. Jürgen Knopf konnte das "Wahlstudio" zufrieden schließen. Nur die Hochrechnung - fehlte immer noch.