Spenden Klinkenputzen kommt nicht in Frage

Bei Veranstaltungen um eine Spende bitten ja, Klinkenputzen nein, lautet das Motto bei Diakonie und Caritas.
Bei Veranstaltungen um eine Spende bitten ja, Klinkenputzen nein, lautet das Motto bei Diakonie und Caritas. © Foto: Henning Kaiser
Bietigheim-Bissingen / Von Susanne Yvette Walter 22.12.2017

In der Vorweihnachtszeit wenden sich auch in Bietigheim-Bissingen die Diakoniestation und die Caritas an die Bevölkerung, um Spendengelder für Bedürftige zu sammeln. Beiden Organisationen liegt es fern, um Spendengelder an den Haustüren zu bitten. Sie haben andere Wege gesucht und gefunden, um die Bevölkerung zu erreichen. Das Deutsche Rote Kreuz arbeitet mit profesionell arbeitenden Kräften, die in die privaten Haushalte gehen – allerdings nicht in der Vorweihnachtszeit, sondern in einer Aktion unter dem Jahr, die bereits im September abgeschlossen wurde.

Einen Aufruf in Briefform startet die Diakoniestation Bietigheim-Bissingen immer bereits Anfang Dezember über ihre Stiftung. Die Menschen, die hier spenden, lädt die Stiftung der Diakoniestation kurz vor Weihnachten zu einem gemeinsamen Frühstück in den Ratssaal des Bietigheimer Rathauses ein. „Zum Adventsfrühstück am vergangenen Samstag kamen in diesem Jahr 153 Spender, die auch dort gebeten werden, eine kleine Spende dafür da zu lassen“, erzählt Ute Epple, Leiterin der Diakoniestation in Bietigheim-Bissingen.

Allein beim gemeinsamen Frühstück kamen daher in diesem Jahr Spendengelder in Höhe von 1426 Euro zusammen, die in die Arbeit der caritativ wirkenden Einrichtung fließen. „Die Stadt stellt den Ratssaal in jedem Jahr dafür kostenlos zur Verfügung. Mitglieder der Stiftung, zu denen auch Oberbürgermeister Jürgen Kessing zählt, bedienen die Gäste beim Adventsfrühstück.

Die Unkosten für das gemeinsame Frühstück seien deshalb sehr gering, weil die Stiftung mit Sponsoren zusammenarbeitet wie das Möbelhaus Hofmeister und das Kaufland. „Das Kaufland stellte die Lebensmittel dafür kostenlos zur Verfügung“, berichtet Ute Epple.

Namhafte Bietigheimer Bürger und Vertreter großer Firmen und anderen Institutionen gehören dem Stiftungsrat an und stehen damit an der Spitze der Spendenaktion. Neben anderen sorgten deshalb am Samstagmorgen Edwin Beckert, Anke Hofmeister, Hans-Joachim Rast, Ulrich Gschwender, Angelika Dressel, OB Kessing, Thomas Reusch-Frey, Sabine Hecht und Gabriele Yilmaz für das Wohlergehen der Spender. Ehrenamtlich arbeitende Kräfte an die Haustüren im Vorfeld von Weihnachten zu entsenden liegt der Diakoniestation fern, betont Ute Epple. „Das hat immer so ein Geschmäckle“, sagt sie.

Unterstützung durch Firmen

Auch die Caritas nimmt Abstand von persönlichen Kontakten an der Haustür. Unterstützung kommt beispielsweise durch die BZ-Aktion Menschen in Not, berichtet Anja Keller, zuständig für Spenden und Firmenkorrespondenz bei der Caritas in Bietigheim-Bissingen.

Über den Dachverband der Caritas werden Spendenaufrufe in ganz Baden-Württemberg verschickt Vor Ort arbeiten die Caritas-Mitarbeiter mit Firmen zusammen, die bedürftigen Familien jeweils einen Wunsch erfüllen. Firmenmitarbeiter verpacken die Geschenke auch gleich und geben sie bei der Caritas ab. Dort kommen sie in die richtigen Hände, wenn Menschen zum Beratungsgespräch zur Caritas noch vor Weihnachten kommen.

Wenn nötig, besuchen die Mitarbeiter Bedürftige auch zu Hause und übergeben die Päckchen. Gemeinsam mit spendenden Firmen sorgen so auch die Caritas-Kräfte dafür, dass es auch bei den Ärmsten Weihnachten werden kann.

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