Neubaugebiet Jetzt kann gebaut werden im Haslacher Weg

Die Erschließungsarbeiten am Haslacher Weg sind abgeschlossen (vorne von links): Matthias Gebert (Geschäftsführer Haass), Claus-Dieter Jaisle (Leiter Hoch- und Tiefbauamt), Oberbürgermeister Jürgen Kessing, Stefan Layher (Geschäftsführer Layher GmbH & Co. KG) und Michael Kuckluck-Rothfuß (Geschäftsführer Hans Lamparter GmbH).
Die Erschließungsarbeiten am Haslacher Weg sind abgeschlossen (vorne von links): Matthias Gebert (Geschäftsführer Haass), Claus-Dieter Jaisle (Leiter Hoch- und Tiefbauamt), Oberbürgermeister Jürgen Kessing, Stefan Layher (Geschäftsführer Layher GmbH & Co. KG) und Michael Kuckluck-Rothfuß (Geschäftsführer Hans Lamparter GmbH). © Foto: Helmut Pangerl
Bietigheim-Bissingen / Rena Weiss 19.10.2018

Die Straßen und Wege sind hergestellt, die Versorgungsleitungen für Strom, Wasser, Abwasser, Gas und Breitbandanschlüsse sind verlegt. Der öffentliche Spielplatz in der Nordwestecke ist in Arbeit, die Geräte werden aufgebaut, wenn auch die künftigen Nutzer in Sicht sind, voraussichtlich im Frühjahr 2019. Das teilt die Stadt Bietigheim-Bissingen in einer Mitteilung mit. Die Rede ist vom Wohngebiet Haslacher Weg, das nach Abschluss der Erschließungsarbeiten am Donnerstag von der Stadt an den Bauherren, die Wohnbau Layher GmbH & Co. KG, übergeben wurde.

Enorme Nachfrage

Jetzt kann es losgehen mit dem Bau von privaten Wohnhäusern. Die Stadt hat bereits ihre wenigen Grundstücke an Interessenten vergeben, das vom Gemeinderat vorgesehene Bieterverfahren fand im Laufe dieses Jahres statt (die BZ berichtete). Sechs Familien mit Kindern erhielten den Zuschlag für die am westlichen und südlichen Rand des Areals liegenden Einfamilienhausflächen. „Es gibt eine enorme Nachfrage“, betonte Oberbürgermeister Jürgen Kessing. Das weiß auch die Wohnbau Layher GmbH & Co. KG, die ihre Grundstücke entlang der neuen Spielberger Straße und dem Ochsenbacher Weg demnächst auf den Markt bringen will. „Wir vermarkten wie die Stadt“, sagte Stefan Layher, Geschäftsführer, und ergänzte: „Es wird kein Unterschied gemacht.“ Die Stadt hatte ihre Flächen zum Höchstgebot verkauft, als Mindestpreis aber 700 Euro pro Quadratmeter inklusive Erschließungskosten festgelegt. Das sorgte nicht nur im Gemeinderat für geteilte Meinungen. Auch eine anwesende Anliegerin sagte am Donnerstag, dass es günstiger hätte sein können.

Auf der rund 2,5 Hektar großen Fläche werden rund 60 Wohneinheiten in 45 Gebäuden entstehen. Die Gebäude werden maximal zwei Geschosse umfassen, einige können auch eine Einliegerwohnung enthalten. Es werden Einzel-, Reihen- und Doppelhäuser entstehen. „Es ist eine Verbesserung ihm Vergleich zu vorher“, erklärte Layher, der den Bauernhof ansprach, der zuvor auf dem Baugebiet stand. Doch auch hier sind nicht alle anwesenden Anlieger, die von der Stadt zur Übergabe eingeladen worden sind, der gleichen Meinung. Stefan Layher betont jedoch: „Die Wohnungsnot können wir nur in den Griff bekommen, wenn wir bauen.“

Ein kleiner Kreisel

Am Ortsausgang entstand zudem ein kleiner Kreisverkehr, der den Verkehr auf der Durchgangsstraße abbremsen soll. „Der kleine Kreisel stieß nicht auf Gegenliebe“, sagte OB Kessing. Anlieger hatten sich unter anderem über die geringe Größe geärgert. Manch einer hält ihn für unnötig. Doch vor allem sorgte die Beleuchtung für Diskussionen. Mittlerweile wurden die Lampen ausgetauscht, sodass das Licht nicht mehr so hell in die Wohnungen scheint, teilt die Stadt mit.

Vor dem neuen Wohngebiet wurde auch eine barrierefreie Bushaltestelle eingerichtet. Stützmauern in Form sogenannter Gabionenwände sichern das höher liegende Baugebiet vor Erdrutsch und Lärm zur Straße hin. „Das Auge gewöhnt sich daran“, versprach Kessing. Denn auch die Stützmauer sorgte bei den Metterzimmerner nicht für Begeisterung. Für das Regenwasser wurde ein Rückhaltebecken im Altenbachtal eingerichtet, damit das Wasser in gedrosselter Geschwindigkeit in den Altenbach eingeleitet werden kann, wenn es in größeren Mengen regnet.

Öffentliche Grünflächen entlang der Kleinsachsenheimer Straße und Bäume entlang der Wohnstraßen werden das Gebiet zusätzlich gestalten. Auch die Linde, die den Ortseingang seit Langem prägt, konnte erhalten werden. „Seit 70 Jahren steht der Baum hier“, sagte CDU-Gemeinderat Ewald Wildermuth. Darüber hinaus musste die Stadt Ausgleichsmaßnahmen durchführen, wie Ersatzquartiere für Fledermäuse, Nistkästen für Turmfalke und Schleiereule sowie die Anlage von Streuobstwiesen. Das sei bereits geschehen, so die Stadt.

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