Jazz ist angerichtet, mit diesen Worten startet das Programmheft des diesjährigen Festivals Jazz im Olymp am Mittwoch, 19., und Donnerstag, 20. Juni, auf dem Olymp-Firmengelände in Bietigheim-Bissingen, Höpfigheimer Straße 19. Zum 18. Mal findet das Festival nun statt. „Für Jazz im Olymp No. 18 konnten erneut hochkarätige nationale und internationale Musiker und Bands verpflichtet werden, die das ganze Spektrum dieser vielfältigen Musikrichtung bestens beherrschen“, schreibt Marc Fritz, Leiter der Olymp-Öffentlichkeitsarbeit, in einer Ankündigung.

New Orleans, Kuba und Brasilien

Dieses Jahr liegt der Fokus bei New Orleans, Kuba und Brasilien. Dabei gebe es auch ausgesuchte europäische Spezialitäten. Darunter auch das „Acoustic Trio Joachim Kunz“. Es ist schon Tradition, dass das Trio am Mittwoch um 18 Uhr den Startschuss für das Festival gibt. So wird die Band auch am Donnerstag um 11 Uhr den Tag starten und zum Ausklang noch mal abends spielen. Obwohl sie nur zu dritt sind, spielen sie Saxofon, Klarinette, Banjo, Gitarre und Bass. Mit nicht weniger Vielfalt feiert die „Allotria Jazz Band“ ihr 50-Jähriges mit den Besuchern des Bietigheimer Festivals. Die Band spielt am Mittwochabend und hebe sich mit vier Bläsern deutlich von den meisten heutigen Bands des traditionellen Jazz ab, so die Ankündigung.

Bayern trifft Kuba heißt es bei der Musikgruppe „Die CubaBoarischen“. 2000 reisten die Oberbayern Hubert und Andres Meixner mit Michael Mayer nach Kuba und trafen dort auf die Hausband ihres Hotels, in dem sie ihren Urlaub verbrachten. Es entwickelte sich schnell die Idee, traditionelle bayerische Volksmusik mit südamerikanischen Klängen zu verbinden. Mit guter Musik lässt sich wunderbar ein Cocktail genießen, zum Beispiel den Sazerac. Er ist ein Klassiker aus Whiskey, Zucker, Wasser und einem Bitter und beim Jazz im Olymp gehört noch ein bisschen Swing dazu. Denn der Cocktail ist Namensgeber der deutschen Band „The Sazerac“ Swingers, die am Mittwoch auftreten wird.

Bei Jazz im Olymp ist es die Mischung aus Tradition und Neuem, die das Publikum anspricht. Deswegen fehlt auch dieses Jahr nicht Barmusik von Rafael am Mittwoch und „Doc’s Big Band“ unter der Leitung von Harald Ruschenbaum mit Sabine Petrich sowie die „Olymp All Stars“ am Donnerstag. Dieses Jahr werden die „All Stars“ von Karl-Friedrich von Hohenzollern und Gustl Mayer unterstützt.

Was ist Musik ohne Tanz? Das dachten sich „Aquarelas do Brasil“ und bringen nicht nur Musiker, sondern auch Tänzer auf die Bühne. Doch sind es nicht irgendwelche Tänzer, es sind Sambatänzer wie man sie vom Karneval in Rio kennt – mit Originalkostümen.

Zufrieden waren die Veranstalter vergangenes Jahr mit den Besucherzahlen, teilte Gerit Winnen von der Olymp Bezner KG mit. „Wir hatten am ersten Tag sogar einen Besucherrekord“, sagte er. Insgesamt seien rund 2500 Jazz-Fans auf dem Olymp-Gelände gewesen. Das erhoffen sie sich auch dieses Jahr, allen voran Erfinder des Festivals, Eberhard Bezner. Pressesprecher Marc Fritz fasst zusammen: „Mit Jazz im Olymp hat sich inzwischen nicht nur ein weiterer kultureller Höhepunkt für die Stadt Bietigheim-Bissingen etabliert. Gleichzeitig wurde auch ein karitativer Zweck für bedürftige Menschen auf der ganzen Welt geschaffen.“ Die kompletten Einnahmen aus den Eintrittsgeldern und dem Losverkauf sowie Spenden werden der Olymp-Bezner-Stiftung zugeführt. Durch sie werden Kinder und Jugendliche gefördert.

Info Das Festival Jazz im Olymp findet am Mittwoch, 19. Juni, von 18 bis 24 Uhr und am Donnerstag, 20. Juni, (Fronleichnam) von 11 bis 18 Uhr auf dem Olymp-Firmengelände in der Höpfigheimer Straße 19 in Bietigheim statt. Karten gibt es am Mittwoch für 10 Euro, am Donnerstag für 15 Euro und als Kombiticket für 21 Euro an der Kasse direkt vor Ort.