Gastspiel Irish Folk mit frischem Wind

Fünf Musiker, die mit irische Musik im Kleinkunstkeller begeisterten: Cúig.
Fünf Musiker, die mit irische Musik im Kleinkunstkeller begeisterten: Cúig. © Foto: Helmut Pangerl
Bietigheim-Bissingen / Bettina Nowakowski 04.10.2018

„Cúig“ ist die gälische Übersetzung für „fünf“ und ein passender Name für die fünfköpfige, junge irische Band, bestehend aus Miceál Mullen (Banjo, Mandoline), Rónán Stewart (Geige, Irischer Dudelsack, Gesang), Cathal Murphy (Schlagzeug, Gitarre, Gesang), Eoin Murphy (Knopfakkordeon) und Ruairí Stewart (Gitarre).

Auf den ersten Blick wirken Cúig mit ihren 19 bis 23 Jahren wie eine irische Boygroup, aber schon mit dem ersten Song wird klar: hier trifft traditioneller Irish Folk auf rockigen Groove. Es entsteht ein ganz eigner Sound, der sowohl unverwechselbar irisch, aber gleichzeitig frisch und unverbraucht klingt. Die fünf Musiker spielen seit ihrer Kindheit zusammen und haben vor fünf Jahren ihre Band Cúig gegründet. Vor zwei Jahren wurden sie zur besten Newcomer-Band Irlands gewählt, vor einem Jahr erschien ihr Debüt-Album „New Landscapes“. Ihre Deutschlandtour starteten sie in Bietigheim-Bissingen im vollbesetztem Kleinkunstkeller am Dienstagabend. Vom ersten Moment an sprang der Funke über.

Miceál Mullen moderierte die Songs an, nicht ohne immer wieder – als running gag – darauf hinzuweisen, dass die Leute doch bitte in der Pause die neue CD kaufen mögen, damit er seinen Deutschunterricht finanzieren könne. Neben der sympathischen Bühnenpräsenz überzeugte die Band durch eine hohe Spielfreude und mit absolut präzisem Zusammenspiel. Der typische Groove des Irish Folk, der sich durch viel Tempo und Rhythmik auszeichnet, fand sich in dem virtuosen Fidelspiel von Rónán Stewart ebenso wieder wie im ausdrucksstarken Einsatz von Banjo und Knopfakkordeon.

Unterstützt mit treibender Kraft vom Schlagzeug und Gitarreneinsatz, vielen Tempiwechseln und innovativen Klangfarben. Hauptsächlich instrumental, aber auch mit ein paar Gesangseinlagen, heizten Cúig dem Publikum ein, das begeistert mitklatschte und mitsang. „Von denen wird man bestimmt noch viel Gutes hören“, brachte eine Zuschauerin das Konzerterlebnis auf den Punkt. Zwei Stunden Konzert plus Zugabe gingen wir im Flug vorbei und machten ohne Frage Lust auf ein Wiedersehen mit Cúig.

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