Infrastruktur Mehr als 53 Millionen Euro werden investiert

Die Sporthalle an der Hillerschule steht nicht mehr. Die Schule bildet einen der Investitionsschwerpunkte in diesem Jahr.
Die Sporthalle an der Hillerschule steht nicht mehr. Die Schule bildet einen der Investitionsschwerpunkte in diesem Jahr. © Foto: Martin Kalb
Uwe Mollenkopf 03.01.2018

Von Investitionsstau ist in Deutschland immer wieder die Rede. Schaut man sich den Haushalt von Bietigheim-Bissingen für 2018 an, so ist davon wenig zu spüren. Einer Auflistung der Stadtverwaltung zufolge ergeben sich Ausgaben der Stadt von 35 Millionen Euro und der Stadtwerke von 17,9 Millionen, zusammen 53 Millionen Euro.

Den größten Brocken bei den städtischen Investitionen bildet der Unterhaltungsaufwand, der sich 2018 auf 10,9 Millionen Euro beläuft. Mehr als die Hälfte davon, 5,8 Millionen Euro, fließt in den Unterhalt von Gebäuden. Für die Unterhaltung der Außen- und Grünanlagen fallen 1,6 Millionen Euro an, für die Straßenunterhaltung inklusive Ampeln und Markierungen 2,7 Millionen. Der Rest betrifft Geräte, Maschinen, Ausstattung und anderes.

Dicht dahinter folgt der Bereich Schulen mit 10,3 Millionen Euro. Größten Anteil daran hat mit 3,5 Millionen Euro die Hillerschule, wo ein Neubau mit Turnhalle und Mensa entsteht. Die Baumaßnahme läuft bereits seit einiger Zeit, die alte Sporthalle ist Ende des vergangenen Jahres abgerissen worden.

Von den weiteren Schulbaumaßnahmen schlagen im kommenden Jahr die Sanierung der Ellentalgymnasien mit 3 Millionen Euro zu Buche, der Erweiterungsbau der Waldschule auf dem Campus Bissingen mit 2 Millionen, die Erweiterung der Schillerschule mit einer Million – um die größten Vorhaben zu nennen.

Für Straßenbau/Verkehr/ÖPNV stehen im Etat mehr als 2,8 Millionen Euro zur Verfügung. Die größten Baumaßnahmen bilden die Erschließung des Lothar-Späth-Carré (Valeo-Areal) mit 700.000 Euro, der Umbau der Bahnhofstraße mit 500.000 und der Ausbau der Ellentalkreuzung mit 300.000 Euro.

Für Sicherheit und Ordnung sowie den Brandschutz sind 1,7 Millionen Euro an Investitionen eingeplant, wobei der Löwenanteil auf die Feuerwehr mit 1,3 Millionen Euro fällt. Teuer ist hier vor allem die Anschaffung eines neuen Drehleiterfahrzeugs.

Für den Grunderwerb fallen 3,5 Millionen Euro an, für Investitionen im sozialen Bereich rund 1,5 Millionen Euro. Letzteres zielt vor allem auf die Förderung des sozialen Wohnungsbaus ab, für welchen eine Zustiftung an die Bürgerstiftung (eine Million) und eine direkte Förderung von 500.000 Euro vorgesehen sind. Diese Summe soll ab 2019 auf ebenfalls eine Million Euro verdoppelt werden.

Die Stadtwerke geben das meiste Geld für den Ausbau und die Erneuerung der Stromversorgung sowie die Breitbandversorgung aus. 5,7 Millionen Euro fallen dafür an. Ausbau und Erneuerung der Fernwärme (knapp 3 Millionen) und der Gasversorgung (2,4 Millionen) folgen auf Platz zwei und drei. Die übrigen Investitionen verteilen sich auf Wasser und Abwasser, Kläranlage, Bäder und Eishalle sowie Informationstechnik.