Leser-Aktiv-Sommer Hightech und Bedingungen wie im Hochgebirge

Bietigheim-Bissingen / Frank Ruppert 04.09.2018

Wir machen deutlich mehr als nur Reha“, sagte Mathias Hinz bei der Begrüßung der 15-köpfigen Gruppe, die im Rahmen des Leser-Aktiv-Sommers beim Reha-Zentrum Hess einen Blick hinter die Kulissen erhaschen durfte. Der Marketingleiter stellte den BZ-Lesern zunächst in einem Vortrag die gesamte Palette der Angebote vor. Auf vier Säulen stehe der Betrieb, der 1982 als Massagepraxis in Ingersheim klein anfing. Mittlerweile gibt es unter anderem neben der Zentrale in Bietigheim eine Zweigstelle in Bissingen und eine Niederlassung in Crailsheim.

Mehr als 100 Mitarbeiter beschäftigt Reha Hess und betreut 450 bis 600 Patienten jeden Tag. Neben dem Therapiezentrum seien die Säulen die Tagesklinik, das Trainingszentrum und der Rehasport. „Sie können bei uns eine ganz normale Reha machen, nur dass Sie hier eben nicht schlafen“, erklärte Hinz das Konzept der ambulanten Reha.

Die BZ-Leser zeigten sich beeindruckt von der großen Angebotsvielfalt. Vor allem davon dass der Betrieb sogar fünf Ärzte beschäftigt. „Ein großer Bereich ist natürlich auch der Rehasport, da gibt es sogar Wartelisten“, sagte Hinz. Im weiteren Verlauf seines Vortrags stellte er ein paar besondere Highlights des Zentrums vor. Stolz sei man auf die medizinisch-beruflich orientierte Rehabilitation, bei der Bewegungen und Belastungen aus dem Arbeitsalltag simuliert werden können, um die Wiedereingliederung in den Beruf nach der Reha zu verkürzen. Die BZ-Leser nutzten die Gelegenheit für Fragen ausgiebig und informierten sich im Rahmen des Einführungsvortrags über die genauen Angebote wie etwa den Fahrservice. Den könne jeder nutzen, aber natürlich seien die Fahrer auf Reha-Patienten spezialisiert.

Nach dem Vortrag konnten sich die BZ-Leser dann unter fachkundiger Anleitung die Geräte in dem 3500 Quadratmeter großen Areal genauer anschauen. Zunächst ging es in die Rehasport-Abteilung, wo Sporttherapeut Artur Bäuerlein die Gruppe in Empfang nahm. Er zeigte etwas, worauf das Rehazentrum besonders stolz ist: Ein Anti-Schwerkraft-Laufband. Durch Luftdruck kann das Körpergewicht des Läufers darauf auf um bis 80 Prozent reduziert werden.

Das sei besonders bei Reha-Patienten etwa mit neuen Kniegelenken sinnvoll. BZ-Leser Reinhard Salanga durfte es ausprobieren und in dem Luftsack laufen: „Anfangs ist es schon etwas ungewohnt, aber man spürt wirklich, dass das Laufen viel leichter geht.“

Nächste Station der Tour war ein Raum, in dem unter anderem Bretter mit Schrauben, eine Dummy-Puppe und eine Leiter zu finden waren. Dort werden die Arbeitsabläufe für Patienten simuliert. Wie Hinz erklärte, gehe es dabei vor allem darum, den Patienten Sicherheit zu geben für den bevorstehenden Wiedereinstieg in den Beruf.

Zum Abschluss der Runde ging es für die BZ-Leser ins Trainingszentrum, einem Fitnessstudio für Jedermann. Dort staunten die Teilnehmer nicht schlecht über die technischen Finessen an den Geräten, die mit Bildschirm und Internetanschluss ausgestattet sind. Für staunende Gesichter sorgte auch die Höhenkammer, in der bei Verhältnissen wie in großer Höhe trainiert werden kann. Bis auf eine Höhe von 6500 Metern reicht die Simulation. „Naturdoping“ nannte Hinz es. Beim Verlassen nahmen viele BZ-Leser Infomaterial mit und sicherten eine baldige Rückkehr zu: Am Sonntag, 23. September, ist Tag der offenen Tür beim Reha-Zentrum Hess.

Modernes Trainingszentrum

Andrea Haagen aus Häfnerhaslach zeigte sich beeindruckt von der Führung und dem großen Angebot beim Reha-Zentrum Hess. „Als die Nachricht kam, dass ich die Teilnahme bei der Führung hier gewonnen habe, war ich zuerst unsicher, was mich erwartet. Ich hatte befürchtet, dass es nur Geräte für Senioren zu sehen gibt. Aber das ist wirklich sehr toll hier. Die Führung war interessant und und kurzweilig und das Trainingszentrum ist sehr modern eingerichtet. Da möchte man gleich mitmachen.“
Sie gehörte auch zu denen, die sich gleich Infomaterial mitnahmen. „Zum Tag der offenen Tür kann ich leider nicht kommen, das ist der letzte Tag unserer Besenwirtschaft. Dabei könnte ich das eigentlich nach dem Abschluss unserer Saison ganz gut gebrauchen, mich hier noch ein wenig weiter auszupowern“, lachte sie. Eine freudige Überraschung im Rahmen des Besuchs war für sie persönlich, dass sie zwei Bekannte getroffen habe, die bereits als Mitglieder beim Trainieren im Trainingszentrum waren.

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