Gemeinderat Modernes Mischgebiet soll auf Brachfläche entstehen

Die leerstehenden Firmengebäude in der Straße An der Bracke 9 bis 11 in Markgröningen.
Die leerstehenden Firmengebäude in der Straße An der Bracke 9 bis 11 in Markgröningen. © Foto: Martin Kalb
Markgröningen / bz 28.08.2018

Mit einem Verhältnis von 70 Prozent zu 30 Prozent zwischen Wohnen und Gewerbe soll in Markgröningen ein modernes Mischgebiet entstehen. „Momentan haben wir mit den Grundstücken An der Bracke 9 und 11 Brachflächen. Diese wollen wir aber in Zukunft städtebaulich sinnvoll nutzen“, betonte Bürgermeister Rudolf Kürner im Gemeinderat. Der Punkt zum weiteren Vorgehen und zur Entwicklung dieser Flächen stand auf der jüngsten Tagesordnung.

Stadtbaumeister Klaus Schütze erklärte: „Wir haben hier einen Bereich, der bebauungsplanmäßig als Gewerbegebiet festgelegt ist. Unser Ziel ist es dieses Gebiet in ein Mischgebiet zu überführen.“ Konkret geht es dabei um die zwei südlichen Parzellen, die direkt zur Straße An der Bracke liegen. Die nördlichen bleiben als Gewerbegebiet erhalten. Für die Umsetzung des Mischgebietes wurden im Gemeinderat zwei Möglichkeiten vorgestellt, die sich im Grunde nur von der Anordnung der verschiedenen Gebäude unterscheiden. „Das Wichtigste ist, dass eine neue große Kindertagesstätte hier untergebracht werden kann. Der Eigentümer der Fläche schlug dies vor, und wir begrüßen die Idee“, so Schütze. Neben einer neuen Kita, die ein privater Träger übernehmen soll, sollen Wohnungen in fünf dreigeschossigen Baukörpern entstehen. Der Gewerbeanteil befindet sich dann im Erdgeschoss der drei südöstlicheren Baukörper und beliefe sich auf eine Fläche von rund 1100 Quadratmetern. In der zweiten Variante würde im nördlichen Teil ein Bürogebäude von einem örtlichen Betrieb entstehen und vier Wohnhäuser würden alleine stehen.

Stadtrat Erich Hutflus von der CDU meinte: „Momentan bietet die Brachfläche keinen schönen Anblick, außerdem ist unser Bedarf an Kinderbetreuungsplätzen sehr hoch. Deswegen finde ich das mit der Kita richtig gut.“ Auch die Freien Wähler, die SPD und die GAL begrüßten die Pläne zur zukünftigen Nutzung der Fläche. Claudia Tannheimer von der CDU merkte an: „Das ist eine große Chance, eine Kita am städtischen Haushalt vorbei zu errichten. Mit einem privaten Träger würde die Kita keine Belastung für die Stadt darstellen. Aber wir müssen dranbleiben und uns bei der Umsetzung flexibel zeigen.“

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