Bewegung Schüler entdecken den Handballsport

Die Schüler der Schillerschule und anderer am Handball-Aktionstag beteiligten Schulen erhielten in der EgeTrans Arena das Spielabzeichen der AOK.
Die Schüler der Schillerschule und anderer am Handball-Aktionstag beteiligten Schulen erhielten in der EgeTrans Arena das Spielabzeichen der AOK. © Foto: Werner Kuhnle
Bissingen / Uwe Mollenkopf 06.12.2017

Während sich die Teams der an der Frauenhandball-WM teilnehmenden Mannschaften am Dienstagvormittag noch auf ihre Spiele vorbereiteten, waren die Schüler aus vier Grundschulklassen der Klassenstufe 2 der Bissinger Schillerschule schon am Ball. Im Rahmen des Grundschulaktionstags übten sie den Umgang mit dem runden Leder. Die Kinder absolvierten sechs Koordinationsstationen und bewiesen beim sogenannten „Aufsetzer-Handball“ ihr Können, um das AOK-Spielabzeichen zu erwerben. Doch der Höhepunkt stand erst noch bevor: Ein Besuch der EgeTrans Arena, wo um 14 Uhr Ungarn und Argentinien gegeneinander antraten.

„Wir wollen den Schwung der WM im eigenen Land nutzen und möglichst viele Kinder für den Handball begeistern“, erläuterte Hans Artschwager, der Präsident des Handballverbands Baden-Württemberg (HVW), in einer Pressekonferenz in der Arena. Der Grundschulaktionstag fand dieses Jahr zum achten Mal statt, im Land nahmen knapp 600 Schulen und mehr als 31 000 Jungen und Mädchen der zweiten Klassen daran teil. Darunter die Schule im Sand als weitere Schule aus Bietigheim-Bissingen. Der Tag ist normalerweise im Oktober, aus Anlass der Frauenhandball-WM in Bietigheim-Bissingen war er diesmal auf den Dezember verlegt worden.

Bewegung wird gefördert

Für Volker Schebesta, Staatssekretär im Kultusministerium Baden-Württemberg, eine sinnvolle Aktion, um möglichst viele Kinder an Bewegung und Sport heranzuführen. Im häuslichen Umfeld sei das nicht mehr selbstverständlich. Er lobte das Engagement der Vereine, von den 300 bis 400 in den Schulen im Einsatz waren, in Bietigheim-Bissingen die SG BBM.

Wie eine Auswertung der von Anfang an beteiligten AOK ergeben hat, wirkt das Ganze noch längere Zeit nach. Noch nach einem Vierteljahr sei der Mediengebrauch der beteiligten Kinder geringer gewesen.

Oberbürgermeister Jürgen Kessing, jetzt gleichzeitig auch Präsident des Deutschen Leichtathletikverbands, überlegt sogar, ob sich Ähnliches auch in der Leichtathletik umsetzen lässt, wie er sagte.

Das Wichtigste für die Grundschüler der Bissinger Schillerschule und anderer teilnehmenden Schulen aus der Umgebung, zusammen 180 Kinder, war hingegen die Übergabe der Auszeichnung durch die AOK. Die fand nicht irgendwo statt, sondern mitten in der EgeTrans Arena, in der Pause des 14-Uhr-Spiels Ungarn gegen Argentinien.