Bietigheim-Bissingen Grüß Gott

ITZ 16.07.2013

Wir werden alle an der Nase herumgeführt - und bemerken es kaum. Wurde man früher in Geschäften mit leiser Musik eingelullt, sind es jetzt leicht duftende Brisen. Verteilt werden die Düfte ganz dezent über die Klimaanlagen und Duftsäulen. Im Reisebüro weht ein frischer Meeresduft durch den Raum, beim Herrenausstatter riecht es derb nach Leder und im Hotel nach der Note "Sauberes Zimmer". Wer von draußen in einen Supermarkt kommt, den empfängt oft ein anregender Duft nach frischen Brötchen, obwohl der Bäcker ein gutes Stück vom Eingang weg ist, und in gebrauchten Autos werden Düfte versprüht, um die Wagen besser verkaufen zu können. Kaum überspielen lassen sich dagegen Düfte, die in der Natur der Sache liegen. In einer Mucki-Bude riecht es nach Schweiß, in einer Kneipe nach Fett, und Nachbars Kater setzt auch ihre Duftmarken.