Bietigheim-Bissingen Geschenke für Rotkreuzler für Dienst an Weihnachten und Silvester

Rettungsassistentin Stephanie Frey von der Rettungswache Bietigheim nimmt die kleinen Geschenke von Rettungsdienstleiter Ernst Baldauf (DRK) stellvertretend entgegen. Ihre Kollegen waren auf einem Einsatz.
Rettungsassistentin Stephanie Frey von der Rettungswache Bietigheim nimmt die kleinen Geschenke von Rettungsdienstleiter Ernst Baldauf (DRK) stellvertretend entgegen. Ihre Kollegen waren auf einem Einsatz. © Foto: Helmut Pangerl
Bietigheim-Bissingen / UWE DEECKE 28.12.2015
Die Feiertage bedeuten nicht für jeden Ruhe und Erholung. Auf der DRK-Rettungswache wurden an Heiligabend Mitarbeiter mit einem Geschenk überrascht, die zwischen den Jahren ihren Dienst verrichten.

Dass über Funk gerade ein Einsatz reinkommt, ist hier der Normalfall. So musste Stefanie Frey stellvertretend für ihre Kollegen ein Präsent von Rettungsdienstleiter Ernst Baldauf entgegennehmen, das die Tage ein wenig versüßen sollte. Frey ist seit 2007 Rettungsassistentin, und der Dienstplan passte, denn auch ihr Mann musste über die Feiertage arbeiten.

Normalerweise achte man darauf, dass man den Familienvätern frei gebe, sagt Ernst Baldauf. Er kam gerade aus Ludwigsburg, wo die Überraschunsaktion für die Mitarbeiter mit dem Kreisvorsitzenden Dr. Utz Remlinger am Morgen begonnen hatte. Geschenke gab es anschließend in den Rettungswachen Bietigheim, Marbach und Vaihingen.

Seit dem Amtsantritt von Baldauf im Jahr 2013 gibt es die Aktion. Es sei "ganz einfach ein Dankeschön von Seiten des DRK an die Mitarbeiter, dass sie an Weihnachten und Silvester den Dienst verrichten und für die Allgemeinheit da sind". Es seien Tage, die man nicht einschätzen könne, sagt der Dienstleiter. An den Feiertagen gebe es Unfälle, häusliche Gewalt und vermehrt Gallencholiken durch zu fettreiches Essen, erklärt Baldauf.

An Silvester sind es oft alkoholbedingte Unfälle, die den Einsatz des DRK erfordern. Trotzdem hat man regulär nicht mehr Einsatzkräfte als sonst im Einsatz, aber es gibt einen Hintergrunddienst mit ein bis zwei Rettungswagen, die einspringen können.

Die "Helfer vor Ort" sind für Baldauf ein Muss. Bei Ersthelfern auf Seiten der Feuerwehr sei er "zwiegespalten", denn meist reiche die Versorgung mit den Rettungsdiensten aus, wenn man nicht gerade die entfernteste Ecke im Landkreis anfahren muss. Sechs Rettungswagen gibt es seitens des DRK im Landkreis, Unterversorgung gebe es keine. 120 Mitarbeiter hat der DRK-Rettungsdienst im Landkreis, Probleme neue Mitarbeiter zu finden gebe es kaum.

"Viele, die ein Freiwilliges Soziales Jahr hier absolvieren, sind interessiert weiter zu machen", so der Dienstleiter. Das Problem durch das neue Notfallsanitätergesetz seien die Zeiten der Weiterbildung zum Assistenten, die übers Jahr verteilt liegen. Besser wäre es, so Baldauf, wenn die zehn Wochen Ausbildung am Stück wären, damit man die Dienstpläne leichter gestalten könnte.

Nur wenige Mitarbeiter im Rettungsdienst arbeiten aufgrund der Belastung bis zum Rentenalter. Durch das neue Gesetz sei es nun möglich, dass diese beispielsweise in Kliniken wechseln, wo sie dann weiter arbeiten. Die Zahl der Einsätze habe sich im Vergleich zum Vorjahr kaum verändert: Rund 17 500 Mal rückten die DRK-Rettungswagen im Landkreis aus, 8000 Mal kam der Notarzt, dazu kommen noch rund 24000 Krankentransporte, die vom Roten Kreuz durchgeführt wurden.

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