Shisha-Bars Gefahr der Holzkohle gebannt

Shishas werden meistens mit Holzkohle befeuert. Doch im schlimmsten Fall kann diese zu einer Kohlenstoffmonoxidvergiftung führen.
Shishas werden meistens mit Holzkohle befeuert. Doch im schlimmsten Fall kann diese zu einer Kohlenstoffmonoxidvergiftung führen. © Foto: dpa
Bietigheim-Bissingen / Rena Weiss 14.04.2018

Ein 19-Jähriger bricht in Ludwigsburg nach einem Besuch in einer Shisha-Bar wegen einer Kohlenstoffmonoxidvergiftung zusammen (die BZ berichtete). Solche Meldungen sind kein Einzelfall, weswegen SPD-Stadtrat Thomas Reusch-Frey die Stadt Bietigheim-Bissingen aufforderte etwas zu tun. Während diese Bitte Anfang März noch Verwunderungen auslöste, erließ die Verwaltung bereits am 23. März eine Allgemeinverfügung zum Umgang mit Wasserpfeifen. Am 6. April trat diese nun in Kraft.

Gefährliche Holzkohle

Die Gefahr gehe dabei von der Holzkohle, mit der die Pfeifen betrieben werden, aus. Sind die Räumlichkeiten beispielsweise nicht gut genug belüftet, so kann es zu einer Vergiftung kommen. Nun haben Gaststätten mit Shishas in der Stadt bestimmte Bedingungen zu erfüllen. Es muss beispielsweise eine mechanische Be- und Entlüftungsanlage geben, die gewährleistet, dass eine Kohlenstoffmonoxidkonzentration von 30 ppm (parts per million, wörtlich übersetzt „Anteile pro Million“) nicht überschritten wird. Zudem muss, je 25 Quadratmeter Fläche, ein CO-Warnmelder vorhanden sein. Auch ein Text, der vor den Gefahren warnt, muss an der Eingangstür angebracht werden.

Dass die Verwaltung das Problem ernst nahm, zeigen auch die Kontrollen: „Wir haben bereits am 24. und 28. März die ersten Kontrollen durchgeführt“, sagte Timo Schmid vom Ordnungsamt in der Gemeinderatssitzung am Dienstag. Sechs Shisha-Bars hat die Stadt. Davon waren bei der ersten Kontrolle drei unter den 30 ppm und zwei leicht erhöht – allerdings immer noch gesundheitlich unbedenklich, sagte Schmid. Eine Bar jedoch hatte deutlich erhöhte Werte und musste nachbessern. Bei der zweiten Kontrolle waren dann auch hier die Werte im grünen Bereich. „Wir sind mit den Kontrollen zufrieden“, sagte Schmid, versicherte jedoch, dass die Stadt weiter prüfen werde, ob sich die Shisha-Bar-Betreiber an die neue Verordnung halten.