„Ich hätte gerne noch Spiele der Steelers in der Ersten Liga miterlebt“, sagt Guido Passaro im Gespräch mit der BZ. Der Leiter des Polizeireviers Bietigheim-Bissingen wurde am Mittwoch verabschiedet und in diesem Zuge sein Nachfolger Volker Kehl eingeführt.

Die Herausforderung eines derartig großen Ligaspiels müsse sich nun Kehl stellen, sollte es dazu kommen. „Sportveranstaltungen sind immer eine reizvolle Herausforderung“, sagt Volker Kehl, der zuvor Leiter des 7. Polizeireviers in Zuffenhausen war – Passaros neue Wirkungsstätte.

Kaum verwunderlich, dass Polizeipräsident und Leiter des Polizeipräsidiums Ludwigsburg Frank Rebholz da von einem Ping-Pong-Spiel spricht. Denn Guido Passaro wechselte in seiner Laufbahn immer wieder zwischen Ludwigsburg und Stuttgart. Welcher Dienstort wohl gewinnen werde, fragte Rebholz und ergänzte: „Er hat ja noch ein paar Jahre bis zur Rente.“

Sein Stellvertreter Burkhard Metzger hingegen bekundete: „Wir lassen dich nicht gerne gehen, haben aber Verständnis für deinen Karriereschritt.“ Denn die neue Stelle in Zuffenhausen ist mit einem beruflichen Aufstieg verbunden, erklärt Passaro. Es falle ihm jedoch nicht leicht, zu gehen: „Die Kollegen und auch die Stadt sind mir ans Herz gewachsen“, sagt er. Auch sei es ihm wichtig gewesen, auf Bietigheim-Bissingen und die umliegenden Kommunen aufzupassen. Vermutlich auch deswegen hat Guido Passaro seinem Nachfolger ein „gut aufgestelltes Polizeirevier überlassen“, wie es Polizeipräsident Frank Rebholz beschreibt.

Das bestätigt auch Volker Kehl. Seit 1. August ist er bereits als Revierleiter tätig und hat damit auch das wohl größte Fest der Stadt mitgestaltet: den Bietigheimer Pferdemarkt. Mit seiner vorherigen Tätigkeit in Stuttgart lasse sich die neue nur schwer vergleichen. „Die Wege sind andere“, sagt er jedoch und meint damit das Gebiet des Reviers, dass sich nicht nur auf Bietigheim-Bissingen begrenzt, sondern auch Löchgau, Freudental, Kirchheim, Gemmrigheim, Besigheim, Walheim, Bönnigheim, Erligheim und Ingersheim umfasst. Worin er Schwerpunkte in seiner neuen Tätigkeit setzen wolle, könne er noch nicht beantworten. Dafür sei er noch nicht lang genug im Revier. Doch sagte der gebürtige Hohenloher: „In meinen Adern fließt mittlerweile mehr als ein Viertele schwäbisches Blut“.