Die Tennis­­abteilung des TSV Bietigheim bekommt für den Neubau ihres Vereinshauses einen städtischen Zuschuss von 80.000 Euro. Das hat der Gemeinderat einstimmig so beschlossen, wenngleich es auch kritische Stimmen gab.

Traute Theurer (GAL) wandte sich dabei in einem Redebeitrag nicht gegen das Projekt als solches, denn angesichts des Alters der bisher als Umkleide genutzten Bauhütte mit Sanitäranlagen und eines „kapitalen Wasserschadens“ aus dem Jahr 2015 stehe das außerfrage, zumal ein Gutachter den wirtschaftlichen Totalschaden bescheinigt hatte. Doch die schon im Verwaltungsausschuss geforderten Planunterlagen fehlen noch immer. Die nun beigefügten Unterlagen seien „nicht aufschlussreich“, was Größe und Höhe des Neubaus anginge, das auch vor dem Hintergrund, dass der Standort in den Enzauen sein „sehr sensibler Bereich“ sei. Es gehe zwar nur um 80.000 Euro, man habe aber schon wegen weniger Geld einen größeren Terz veranstaltet.

Er habe nicht das Gefühl, dass hier etwas im Verborgenen gemacht werde, entgegnete CDU-Rat Claus Stöckle auf eine von Theurers Anmerkungen. Im Gegenteil, er freue sich, dass sich nun etwas tue und die Bauhütte aus dem Gründungsjahr der Abteilung, 1972, ersetzt werden soll. Die mittlerweile sogar teils in der Bundesliga spielenden Mitglieder (Herren 30) hätten ordentliche Umkleiden endlich verdient.

OB Jürgen Kessing erklärte, dass man dem Verein eine Sicherheit geben wolle, damit der nun in die konkreten Planungen einsteigen könne. Sobald diese abgeschlossen seien, werde das mit 252.000 Euro kalkulierte Projekt – 20.000 Euro Zuschuss kommen vom Sportbund, zudem gibt es Eigenmittel und Kreditzusagen – nochmals vorgestellt, beruhigte er. Dies auch vor dem Hintergrund, dass das Grundstück bislang nur an den Verein verpachtet ist und nach der Errichtung eines festen Bauwerks die Umwandlung in ein Erbbaurechtsverhältnis üblich sei. „Wir gehen mit der Zusage kein Risiko ein.“