Umbau Fernsehteam macht Halt in Untermberg

Wegen Dreharbeiten müssen die Anwohner der Jakob-Bitzer-Straße ihre Fahrzeuge andernorts abstellen.
Wegen Dreharbeiten müssen die Anwohner der Jakob-Bitzer-Straße ihre Fahrzeuge andernorts abstellen. © Foto: Martin Kalb
Bietigheim-Bissingen / Rena Weiss 21.07.2018

„Ihr Sohn hat Leukämie“, diese Diagnose möchte kein Vater und keine Mutter hören. Doch Familie Kummer aus Untermberg musste sich erst im April genau damit auseinandersetzen. Nun nimmt die Familie an dem Fernsehformat „Zuhause im Glück“ teil. Doch für das Fernsehteam muss die Jakob-Bitzer-Straße von Mittwoch, 25. Juli, bis Freitag, 3. August, gesperrt werden. Das teilte die Familie den Anwohnern mit einem Handzettel mit der Überschrift „kaum eingezogen, schon gibt es Ärger mit uns“ mit.

Doch von vorne: Am 1. April ist Familie Kummer in die Jakob-Bitzer-Straße gezogen und hat begonnen, ihr neues Heim zu renovieren. Nur 18 Tage später erhielt ihr dritter Sohn die Diagnose Leukämie. „Da er während der Chemotherapie keinen Baustaub einatmen darf, mussten wir sofort alle Räume, in denen gearbeitet wurde, versiegeln und bewohnen seither drei Zimmer ohne Küche“, schreibt Familie Kummer in dem Handzettel. Und das für einen Zeitraum von zwei Jahren, denn solange soll die Chemotherapie voraussichtlich dauern.

In acht Tagen Umbau

Angehörige hätten daraufhin Familie Kummer bei dem RTL-II-Fernsehformat „Zuhause im Glück“ angemeldet. In der Sendung helfen die Architekten Eva Brenner, John Kosmalla, Daniel Kraft und Mario Bleiker sowie ein Team aus Handwerkern Menschen ihre Wohnsituation zu verbessern. „Tatsächlich war die Bewerbung erfolgreich“, schreibt die Familie weiter. Der Umbau findet vom 25. Juli bis 3. August statt – auch am Sonntag, 29. Juli, wie Familie Kummer mit bedauern feststellt, „da das Team das Haus innerhalb von acht Tagen fertigstellt“. Sie bittet um Verständnis für die Unannehmlichkeiten durch Lieferverkehr und eingeschränkten Parkmöglichkeiten: „Wir möchten uns schon im Voraus bei Ihnen dafür entschuldigen und werden uns Mühe geben, im Anschluss daran mustergültige Nachbarn zu sein. Vielen Dank für Ihr Verständnis“, damit schließt Familie Kummer ihren Handzettel ab und kann hoffentlich auf Unterstützung hoffen. Die habe auch Bernd Klein, Vorstand des Vereins „Sympathie für Untermberg“ bereits angekündigt. Er steht in Kontakt mit der Familie, die derzeit noch nicht mit der BZ sprechen wollte.

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