Bietigheim-Bissingen Fair-Trade-Kamapgne: Schlaglicht auf das Partnerland Guatemala

Das Bild zeigt eine mit Bietigheimer Spendengeldern finanzierte Kaffeeschälmaschine.
Das Bild zeigt eine mit Bietigheimer Spendengeldern finanzierte Kaffeeschälmaschine. © Foto: Johannes Schockenhoff
Bietigheim-Bissingen / BZ 28.05.2013
In den Marktplatz Arkaden wird am Wochenende eine Ausstellung eröffnet. Diese widmet sich dem südamerikanischen Land Guatemala.

Im Rahmen der Fair-Trade-Town-Kampagne in Bietigheim-Bissingen wird in den Marktplatz-Arkaden von Samstag, 1., bis Freitag, 21. Juni, die Ausstellung "Reise nach Mittelamerika" zu sehen sein. Im Mittelpunkt steht Guatemala, das über eine Entwicklungspartnerschaft mit der Stadt und der katholischen Kirchengemeinde St. Laurentius verbunden ist.

Die Ausstellung wurde von dem österreichischen Verein "SOL - Solidarität mit Lateinamerika" zusammengestellt. Mit Texten, Fotos und einer großen Anzahl an Alltagsgegenständen werden Guatemala und seine Nachbarländer in politischer, historischer, wirtschaftlicher und sozialer Hinsicht vorgestellt. Die Ausstellung ist besonders für Schüler konzipiert.

Begleitend zur Ausstellung sind Unterrichtsmaterialien verfügbar, mit denen man die Informationen, die die Ausstellung vermittelt, in den Unterricht einbauen kann, zum Beispiel ein Guatemala-Quiz im Stil von "Wer wird Millionär". Guatemala ist ein Partnerland Bietigheim-Bissingens. Die Stadt unterstützt gemeinsam mit der katholischen Kirchengemeinde St. Laurentius seit vielen Jahren indigene Familien, die zwei große Fincas betreiben. In Neu-Cabrican nahe am Pazifik konnte mit Bietigheimer Hilfe eine Fischzucht aufgebaut werden, die noch heute erfolgreich betrieben wird. In der Kaffee-Finca Amapa, circa 50 Kilometer südlich der Hauptstadt Guatemala-Stadt, wurden mit städtischen und kirchlichen Hilfsgeldern neue Kaffee- und Bananenstauden - letztere als Schattenspender für die Kaffeebäume - gepflanzt. Mittels einer ebenfalls über Bietigheim-Bissingen finanzierten Kaffeeschälmaschine können die circa 120 Familien den Kaffee direkt auf der Finca schälen, auswaschen und trocknen.

Die katholische Jugend St. Laurentius knüpft ebenfalls Beziehungen nach Mittelamerika: Julian Schockenhoff hat sechs Monate auf der Kaffeefinca Amapa in Guatemala gelebt und gearbeitet. Er wird von seinen Erfahrungen im Eröffnungsgottesdienst zur Ausstellung am 1. Juni in der Stadtkirche berichten. Im Sommer wird Ferdinand Banaditsch als Freiwilliger nach Nicaragua gehen und dort im Rahmen eines Projekts indigenen Jugendlichen Musikunterricht erteilen.

Guatemala ist auch in deutschen Lebensmittelgeschäften präsent, vor allem natürlich mit Kaffee, aber auch mit farbenfrohen Webwaren. Der Weltmarkt bietet ein breites Angebot an Produkten aus Guatemala, die alle mit dem Transfair-Siegel für fairen Handel zertifiziert sind. Der faire Handel soll durch die Fair Trade Town Kampagne in der Bevölkerung noch stärker verankert werden. Die Verleihung des Fair Trade Town Zertifikats an Oberbürgermeister Jürgen Kessing am 6. Juni ist sichtbares Zeichen für das erfolgreiche Werben der Bietigheimer Arbeitsgruppe, die sich diesem Thema gewidmet hat. Dieser Erfolg wird im Enzpavillon gefeiert.

Termine zur Ausstellung