Wasserschaden Fachräume länger nicht benutzbar

Mehrere Fachräume der Realschule im Aurain sind durch den Rohrbruch, bei dem rund 25 000 Liter Wasser ausgelaufen sind, schwer beschädigt. Im Bild der Chemiesaal im Obergeschoss.
Mehrere Fachräume der Realschule im Aurain sind durch den Rohrbruch, bei dem rund 25 000 Liter Wasser ausgelaufen sind, schwer beschädigt. Im Bild der Chemiesaal im Obergeschoss. © Foto: Martin Kalb
Bietigheim-Bissingen / Uwe Mollenkopf  18.01.2019

Am Samstag, 5. Januar, ist in der Realschule im Aurain ein Rohrbruch entdeckt worden (die BZ berichtete). Inzwischen sind die Handwerker mit der Beseitigung der Wasserschäden beschäftigt, doch klar ist, bis alles wieder in Ordnung ist, wird es einige Zeit dauern.

Über die Höhe des Schadens liegt mittlerweile eine Grobschätzung vor. Die Stadt als Schulträger geht nach den Worten von Pressesprecherin Anette Hochmuth derzeit von rund 200 000 Euro aus. Das sei allerdings nur eine überschlägige Annahme. Es gebe an der Schule noch viel zu tun, und es werde daher noch einige Zeit dauern, bis man genauere Angaben machen könne.

Vorerst keine Experimente

Am meisten betroffen sind nach den Worten des stellvertretenden Schulleiters Harald Schmitt der Chemieraum und der Physikraum. Der Schaden durch ein defektes Ventil der Wasserzuleitung ereignete sich im oberen Stockwerk neben dem Chemieraum. Dort stand das Wasser etwa zehn Zentimeter hoch. Aufgrund der großen Wassermenge – 25 Kubikmeter liefen aus – drang das Wasser durch die Decke und beschädigte den Physikraum darunter. Auch der Biologieraum im Erdgeschoss bekam etwas ab, ebenso Flure und das Treppenhaus.

Im Chemie- und Physikraum finde deshalb nach wie vor kein Unterricht statt, sagt Schmitt, und das werde möglicherweise bis zum Ende des Schuljahrs so bleiben. Für die Schüler heißt das, dass es Chemie- und Physikunterricht zwar dennoch gibt, dass man dafür aber in andere Räume ausweichen muss. Dort könnten aber leider keine Experimente stattfinden, bedauert der stellvertretende Rektor. Man überlege aber, ob es möglich sei, einen Klassenraum so herzurichten, dass das Experimentieren auch dort möglich sei.

Etwas besser sehe die Situation im Biologieraum aus, so Harald Schmitt. Möglicherweise werde man dort schneller fertig. Die Schule hat zum Glück noch einen zweiten Biologieraum, der nun häufiger genutzt wird.

Boden und Decken kaputt

Wo sonst gelernt wird, sind jetzt die Handwerker zugange. Unter anderem wurde im stark beschädigten Chemieraum, inklusive Vor- und Nebenraum, bereits alles abgebaut. Der Boden  sei durch das Wasser so stark in Mitleidenschaft gezogen worden ist, dass er herausgerissen werden müsse, sagt Hausmeister Jörg Zelewski.

Auch die anderen Fachräume wurden ausgeräumt, wobei es im Physik- und Biologieraum vor allem die Decken sind, die von dem Wasserschaden betroffen sind. Aber auch außerhalb der Fachräume müssen Schäden beseitigt werden, etwa auf den Fluren.

Trockner wurden in den betroffenen Räumen installiert, um die Feuchtigkeit zu beseitigen. Eine grobe Feuchtigkeitsmessung sei bereits vorgenommen worden, berichtet Zelewski, eine detailliertere folge noch. Ein Schad­stoffgutachter war bereits da, seine Messungen werden derzeit im Labor ausgewertet.

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