Bietigheim-Bissingen Eugen Marx: Ein Initiator geht in den Ruhestand

Lehrer Eugen Marx ist in den Ruhestand verabschiedet worden.
Lehrer Eugen Marx ist in den Ruhestand verabschiedet worden. © Foto: Helmut Pangerl
MIK 30.07.2013
Vor Kurzem wurde Eugen Marx in den Ruhestand verabschiedet. Marx hatte über viele Jahrzehnte hinweg an der Realschule Bissingen als Lehrer gearbeitet.

Generationen von Schülern haben ihn im Unterricht kennengelernt, und viele Menschen in Bietigheim-Bissingen kennen ihn aufgrund seiner historischen Projekte, die in den vergangenen Jahren viel Aufsehen in der Stadt erregt haben - Eugen Marx wurde jetzt an der Realschule Bissingen in den Ruhestand verabschiedet. "Ich kann mich noch genau an meinen ersten Arbeitstag im Jahr 1976 erinnern", sagt Marx, der von seinen Kollegen für seinen letzten offiziellen Schultag eine Spritztour mit einem Sportwagen geschenkt bekam. Marx hat unter anderem rund um den Volkstrauertag das sogenannte Spurensucher-Projekt ins Leben gerufen. Hierbei arbeitete er mit Zehntklässlern über zehn Jahre hinweg daran, das Schicksal von Bissinger Kriegsgefallenen vor der Vergessenheit zu bewahren. Zudem hat er sich im Rahmen eines "Sidonie-Projekts" gemeinsam mit seinen Schülern intensiv mit dem Schicksal eines jungen NS-Opfers aus Österreich auseinandergesetzt. Hierbei hatte er sich mit seiner Projektgruppe erfolgreich dafür eingesetzt, dass ein Kindergarten nach dem ermordeten Mädchen Sidonie benannt wurde.