Berlinale Ein Drama, das Hoffnung stiftet

Berlin/Ludwigsburg / Tanja Majer 15.02.2017

Wäre Applaus der alleinige Gradmesser dieser Berlinale, so hätten Adrian Goinger und sein Film „Die beste aller Welten“ den Sieg wohl schon sicher. Nach 106 Minuten entlässt der Film das Publikum aus dem herzzerreißsenden und doch hoffnungsstiftenden Drama. Der Film erzählt ungeschönt die liebevolle Geschichte des siebenjährigen Adrian Goinger, brillant verkörpert von Jeremy Miliker, seiner ihn über alles liebenden, drogenabhängigen Mutter (Verena Altenberger) und deren problematischer Umgang. Adrian hat eigentlich eine glückliche Kindheit, die jedoch jederzeit zu zerbrechen droht an den Folgen und Umständen des drogenabhängigen Umfelds der Mutter. „Du konnst olles werden was Du wüllst und wenn du an Abendeurer werden wüllst, dann wirst Du a Abendeurer“, versichert ihm Mutter Helga auf salzburgerisch eindringlich. Man möchte ihr das gerne glauben, auch wenn der Film im Fortgang erhebliche Zweifel sät.

Der Spannungsbogen zwischen dem kindlichen Humor im Stile von „Wer früher stirbt, ist länger tot“ und dem alltäglichen Kampf der Mutter endlich von den Drogen los zukommen wird von Drehbuch und Darstellern gekonnt etabliert. Adrian selbst beschreibt diesen Kampf im Film treffend so: „Sucht is‘ wenn ma wos hot und des donn unbedingt wieder hobn muas.“ Und mit den Rückfällen der Mutter steht natürlich das Sorgerecht für ihren Sohn regelmäßig auf dem Spiel.

Wie dieses Spiel ausgeht, wird an dieser Stelle noch nicht verraten.

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