Bietigheim-Bissingen DLW: Fläche ist für Gewerbe reserviert

Soll auch in Zukunft Industriefläche bleiben: das Gelände von DLW-Flooring aus der Vogelperspektive.
Soll auch in Zukunft Industriefläche bleiben: das Gelände von DLW-Flooring aus der Vogelperspektive. © Foto: Werner Kuhnle
Bietigheim-Bissingen / Uwe Mollenkopf 15.03.2018

Nach dem Abverkauf der Waren und Maschinen auf dem Werksgelände des pleitegegangenen Unternehmens „DLW Flooring“ soll ein Investor gefunden werden, der das 8,6 Hektar große Grundstück übernimmt. Dies erklärte Hans-Norbert Topp, der Vorsitzende der Geschäftsführung, vor Kurzem im Interview mit der BZ.

Damit stellt sich die Frage, was auf dem Areal künftig passiert. Sollte die Fläche eine ähnliche Entwicklung nehmen wie das ehemalige DLW-Areal (heute: Bogenviertel) auf der anderen Seite des Bahndamms, das mit einer Größe von 8,5 Hektar zu einer urbanen Mischfläche aus Wohnen und Arbeiten werden soll? Oder könnten sich dort gar Einzelhandelsunternehmen niederlassen?

Anette Hochmuth, die Sprecherin der Stadtverwaltung, winkt indes ab und verweist stattdessen auf den Bebauungsplanentwurf „Gewerbepark Geisinger Straße, 1. Änderung“: Der sieht auf dem Gelände ausschließlich produzierendes Gewerbe vor. Und damit nichts anderes passieren kann, bevor der Bebauungsplan Rechtskraft erhält, wurde für die Fläche vom Gemeinderat eine Veränderungssperre verhängt.

Grund: Flächenknappheit

Beides, Bebauungsplanentwurf und Veränderungssperre, waren im Oktober letzten Jahres beschlossen worden. Im Vordergrund stand damals der Rechtsstreit mit der Bigpark GmbH, der ebenfalls ein kleiner Teil der vom Bebauungsplan erfassten Fläche gehört, nämlich der Bereich direkt an der Geisinger Straße. Wie mehrfach berichtet, hatte Bigpark dort Pläne für einen Discounter, unterlag jedoch in der gerichtlichen Auseinandersetzung mit der Stadt. Für die südlichen Flächen des Areals, also diejenigen, auf denen sich im Moment noch das Werksgelände von DLW-Flooring befindet, sieht der Bebauungsplanentwurf einen kompletten Ausschluss von Einzelhandel vor. „Die vorhandenen, gewerblich genutzten Flächen sollen auch zukünftig für eine gewerbliche Nutzung zur Verfügung stehen“, stellt der Entwurf klar. Zur Begründung heißt es: „Aufgrund der Gewerbeflächenknappheit in der Stadt ist es besonders wichtig, geeignete Flächen für das produzierende und dienstleistende Gewerbe und Handwerk zu sichern.“