Insolvenz DLW: 180 wechseln

Bietigheim-Bissingen / luk 01.03.2018

Der nächste Schritt in der Abwicklung des Traditionsunternehmens DLW in Bietigheim ist gemacht: Am Mittwoch stimmten die Kartellbehörden in Deutschland und Österreich einer Übernahme des Geschäftsbereichs Linoleum der insolventen DLW Flooring durch die französische Gerflor-Gruppe zu. Davon profitiert, wie berichtet, nur der Standort Delmenhorst, der bestehen bleibt. Dort werden 270 Arbeitsplätze erhalten. Der Stammsitz Bietigheim kann dagegen jetzt bis auf eine Schrumpfbelegschaft von 42 Beschäftigten abgewickelt werden.

Wie DLW-Flooring weiter mitteilte, haben bislang 180 Mitarbeiter das Angebot angenommen, bei 80 Prozent ihrer Bezüge für fünf Monate in eine Transfergesellschaft zu wechseln. Das Angebot gilt auch für die Beschäftigten, die derzeit noch bei DLW Flooring mit der Ausproduktion am Standort in Bietigheim-Bissingen betraut sind, heißt es. Die Beschäftigungs- und Qualifizierungsgesellschaft wird zum Teil aus dem Verkaufserlös finanziert.

„Natürlich hatten wir uns auch für Bietigheim-Bissingen mehr erhofft. Aber der Investorenprozess hat leider klar gezeigt: Mehr war insgesamt für DLW nicht drin. Keiner der Interessenten wollte diesen Standort fortführen“, sagte Insolvenzberater Patric Naumann von der Kanzlei Wellensiek-Partner. In Bietigheim soll jetzt das DLW-Grundstück verkauft werden. Der Investorenprozess laufe, heißt es.

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