Bietigheim-Bissingen Diesmal ist vieles besser

Viel Grund zum Jubeln haben die Fußballer des FSV 08 Bissingen. Hier freuen sich (von links) Marian Asch, Mustapha El M'Hassani, Pierre Williams, Thanh Duc Ngo (verdeckt), Tim Reich und Lukas Buck über einen Treffer in der Oberliga.
Viel Grund zum Jubeln haben die Fußballer des FSV 08 Bissingen. Hier freuen sich (von links) Marian Asch, Mustapha El M'Hassani, Pierre Williams, Thanh Duc Ngo (verdeckt), Tim Reich und Lukas Buck über einen Treffer in der Oberliga. © Foto: Martin Kalb
CLAUS PFITZER 31.12.2015
Der FSV 08 Bissingen ist auf dem besten Weg, diesmal in der Oberliga zu bleiben. Die Nullacht-Fußballer belegen zum Jahreswechsel als Aufsteiger Platz vier und haben sogar die Chance, die Aufstiegsrunde zu erreichen. In der Verbandsliga holten sie sich souverän die Meisterschaft.

Nach dem Abstieg aus der Oberliga benötigt der FSV 08 Bissingen zwei Anläufe, um zurückzukehren. Mit einem 1:0-Sieg am letzten Spieltag der Verbandsliga-Saison 2014/2015 beim Absteiger FV Rot-Weiß Weiler macht die Mannschaft von Trainer Alfonso Garcia die Meisterschaft und den Aufstieg endgültig perfekt. Das entscheidende Tor erzielt Mario Di Biccari in der 78. Minute. Dabei machen es die Nullachter nochmals spannend, als sie am vorletzten Spieltag nach einer 3:1-Führung dem FC 07 Albstadt noch mit 3:4 unterliegen. Mit 19 Siegen und nur zwei Niederlagen in 30 Spielen sowie lediglich 20 Gegentreffern ein verdienter Erfolg. Einer der Garanten ist Marian Asch. Der Ex-Freiberger erzielt 24 der 74 Bissinger Tore und ist bester Torschütze der Liga.

Der Aufstiegskader bleibt bis auf wenige Ausnahmen beisammen, hinzu kommen mit Dennis Grab, Thanh Duc Ngo, Pascal Hemmerich, Luca Wöhrle und Patrick Milchraum Spieler mit Potenzial und Erfahrung. Der Sprung dauerhaft in die Stammformation gelingt nur Ngo, der sich in der Innenverteidigung unverzichtbar macht. Pech hat Hemmerich, der anfangs einige Treffer erzielt und den verletzten Asch gut ersetzt, ehe auch er sich verletzt. Nach ein paar Problemen in den ersten Partien setzen die Bissinger zu einem Höhenflug an. Sie gewinnen die letzten fünf Spiele im zu Ende gehenden Kalenderjahr und holen aus den letzten acht Partien sieben Siege. Der Aufsteiger überwintert damit auf Rang vier und hat sogar Chancen auf Platz zwei und die Teilnahme an der Aufstiegsrunde. Zudem stehen die Nullachter im WFV-Pokal-Viertelfinale.

Die Aufbauarbeit mit den Neuzugängen zur Saison 2014/2015 und den gezielten Personalentscheidungen nach dem Aufstieg trägt am Bruchwald Früchte. Die Bissinger sind längst in der Oberliga angekommen, gewinnen zuletzt daheim gegen Mitfavoriten wie den FV Ravensburg oder den SSV Reutlingen sowie beim Tabellendritten Karlsruher SC II oder dem starken Mitaufsteiger 1. CfR Pforzheim.

"Am Anfang haben wir gesehen, wo wir uns verbessern müssen. Wir haben am Umschaltspiel, am Tempo und an der Konstanz intensiv gearbeitet und verbessern uns ständig. Wir spielen schnell nach vorne und nicht mehr so viel quer wie noch in der Verbandsliga. Es war aber sicher auch mal Glück dabei wie in Karlsruhe oder in Pforzheim. Wir haben es gut geschafft, uns auf die Liga einzustellen", nennt der Bissinger Co-Trainer Andreas Lechner Gründe für die bärenstarke zweite Hälfte der Vorrunde des Aufsteigers und den gelungenen Rückrundenauftakt.

Ganz anders ist die Situation beim Oberligisten SGV Freiberg, der erst im letzten Spiel 2015 mit dem 3:0 beim SC Pfullendorf die Negativserie von 14 Partien ohne Sieg beendet. Nach Marijo Maric, Interimscoach Christian Werner und dem Vier-Spiele-Coach Benjamin Götz übernimmt SGV-Urgestein Marcus Wenninger wieder den Trainerjob in Freiberg. Nach Platz drei in der Vorsaison haben die Freiberger zu Saisonbeginn die Regionalliga im Visier. Jetzt geht es einzig darum, in der Oberliga zu bleiben.

FV Ingersheim macht mit Schützenhilfe Bezirksliga-Meisterschaft perfekt

Dreikampf In der Fußball-Bezirksliga fällt die Entscheidung über Meisterschaft und Relegationsteilnahme erst am letzten Spieltag. An jenem schwül-heißen 6. Juni liefern sich drei Mannschaften einen Dreikampf. Der TV Pflugfelden geht als Tabellenführer in den letzten Spieltag und empfängt den Drittplatzierten SV Hellas 94 Bietigheim. Der Zweite FV Ingersheim ist ein paar Kilometer weiter beim TSV Schwieberdingen zu Gast. Und beendet das dramatische Finale als Meister. Durch Tore von Patrick Nonnenmann und Piero Stampete schon in der ersten Halbzeit gewinnt der FVI mit 2:0. Der TV Pflugfelden unterliegt Bietigheim mit 0:1, rutscht auf den dritten Rang ab und steht mit leeren Händen da. Der SV Hellas 94 erreicht die Aufstiegsrunde zur Landesliga und scheitert in der zweiten Runde am TSV Schwaikheim.

Neuaufbau Beim Meister FV Ingersheim zerfällt nach dem Titelgewinn das Meisterteam. Ein Großteil der Spieler und Trainer Fritz Schweizer verlassen den Aufsteiger, zuvor schon erklärt Manager Klaus Zürn seinen Rücktritt. Mit dem neuen Trainer Sven Damnig und einer neu zusammengestellten Mannschaft mit ein paar Spielern aus der Vorsaison kämpft der FV Ingersheim in der Landesliga um den Klassenerhalt. Zum Jahreswechsel belegt der Aufsteiger mit nur fünf Punkten und großem Abstand zu den Nichtabstiegsplätzen schier aussichtslos den letzten Tabellenplatz.

CP