Workshop Die Verkehrsentwicklung gemeinsam gestalten

In einer Ideenwerkstatt Workshop zum Verkehrsentwicklungsplan konnten Interessierte ihre Ideen einbringen.
In einer Ideenwerkstatt Workshop zum Verkehrsentwicklungsplan konnten Interessierte ihre Ideen einbringen. © Foto: Helmut Pangerl
Bietigheim-Bissingen / Jonathan Lung 03.12.2018

Die Verkehrsentwicklung mit denen gestalten, die sie am Ende auch betrifft – das ist die Idee des Workshops, der am Samstag im Bissinger Rathaus stattfand. Die Bürger waren eingeladen, ihre Ideen, Wünsche und Forderungen in die Gestaltung des Verkehrsentwicklungsplans einzubringen. Diskutiert wurde der Teilbereich Öffentlicher Personennahverkehr, weitere Ideenwerkstätten werden zu den Themen Motorisierter Individualverkehr (MIV) und Rad-, Fußverkehr, Mobilitätsmanagement im Frühjahr mit ähnlichem Ablauf folgen.

Der Workshop begann mit den Präsentationen der Fachleute. Neben Bürgermeister Joachim Kölz waren Stadtentwicklungsplaner ebenso wie Vertreter der Firma Spillmann, die den Omnibusverkehr in der Stadt betreibt, anwesend. Sie alle informierten zuerst zur gegenwärtigen Situation des ÖPNV ebenso wie zu zukünftigen Herausforderungen und Handlungsoptionen. Danach standen sie in den Gruppen als Experten bereit.

Diskussion in drei Gruppen

Für die eigentliche Diskussion wurden die teilnehmenden Bürger dann in drei Gruppen von je einem guten Dutzend Teilnehmer aufgeteilt. Geleitet wurden diese von Stephanie Utz und ihren Kolleginnen von der „Sinnwerkstatt“ aus Regensburg, die den Workshop konzipierten und leiteten.

Zuerst wurden die Ideen gesammelt, dann diskutiert und schließlich im Plenum vor den anderen Gruppen präsentiert. In der Gruppe von Stephanie Utz fanden sich neben einigen Privatleuten und Nutzern der ÖPNV auch Mitglieder des BUND, ebenso wie vom Verein „Barrierefreie Stadt“, auch eine Schülersprecherin war anwesend. Ein ansehnlicher Querschnitt der Gesellschaft also, wie es auch Oberbürgermeister Jürgen Kessing schon vorab betonte: „Je mehr sich einbringen, desto besser das Ergebnis.“

Ergebnisse präsentiert

Insgesamt wurden in allen drei Gruppen ähnliche Ideen und Vorschläge diskutiert, resümiert Anette Hochmuth vom Presseamt, nachdem die Ideenwerkstatt um 17.45 Uhr zu Ende war, über eine Stunde später als geplant. Die wichtigsten Punkte, die in der Abschlussdiskussion formuliert wurden, waren einmal das Preisangebot des ÖPNV. Günstigere Fahrpreise wurden hier ebenso gefordert wie attraktivere Ticketangebote.

Ein weiterer Punkt, über dessen Verbesserungswürdigkeit in den Gruppen Konsens herrschte, war eine bessere und transparentere Information über die Busse und ihre etwaige Verspätung, etwa durch detaillierte Anzeigetafeln. Auch wurde eine Vereinfachung der Buslinienkennung gefordert, die häufig zu Unklarheiten bei den Fahrgästen führe. Auch wichtig war den Bürgern eine verbesserte Pünktlichkeit der Nahverkehrsmittel. Vorgeschlagen wurde hier ein Vorrecht dieser, zum Beispiel an Ampeln.

Verbesserungen wurden auch in der Barrierefreiheit des ÖPNV gefordert. Ein weiterer Vorschlag war auch eine Seilbahn, die den Weg vom Bahnhof ins Bietigheimer Zentrum verkürzen sollte. Der Busbahnhof im Bogenviertel sollte auch entlastet werden.

Unterm Strich ließen sich die Forderungen der Diskussionsrunden also als dringenden Investitionsbedarf im ÖPNV zusammenfassen, der aber auch günstiger und so attraktiver werden solle.

Die Vorschläge werden nun von den Experten auf ihre Machbarkeit geprüfen. Danach werden sie dem Gemeinderat vorgelegt.

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