Regionalverkehrsplan Die Umfahrung soll kommen

Bietigheim-Bissingen / Rena Weiss 26.07.2018

Noch in diesem Jahr geht es für die Stadt mit der Westumfahrung los. Zumindest mit der einsteigenden Vorplanung. Im verabschiedeten Regionalverkehrsplan (die BZ berichtete) wurde ein großer Wunsch der Stadtverwaltung erfüllt: Die Einstufung der Westumfahrung auf die höchste Dringlichkeit. Das bestätigt Stadtsprecherin Anette Hochmuth auf Nachfrage: „Wir haben uns die Hochstufung gewünscht, und es ist gut für die Stadt, dass es nun auch passiert ist.“

Bevor es jedoch endgültig los gehen kann, wartet die Stadt auf den Verkehrsentwicklungsplan 2030. Läuft alles nach Plan, stellt das beauftragte Ingenieurbüro dem Gemeinderat den Entwicklungsplan im Herbst vor, sagt Hochmuth. Dann werden die einzelnen Berechnungen, Kosten, Varianten, Trassen und das ­ÖPNV-Angebot besprochen sowie beschlossen. In diesem Zuge sollen auch die Bürger beteiligt werden, versichert Anette Hochmuth. Doch ob das noch dieses Jahr so weit sein wird, könne sie nicht sagen.

Im Herbst geht es weiter

Die Westtangente soll unter anderem den Durchgangsverkehr zwischen der L 1107 im Nordosten und der B 27 im Südwesten aufnehmen. Im Regionalverkehrsplan wurden zwei alternative Trassen betrachtet: Die ortsnahe Variante stellt eine östlich von Metterzimmern verlaufende Verbindung zwischen der L 1107 und der L 1110 dar, die ortsferne Trasse umfährt Metterzimmern im Westen und verbindet die L 1107 mit der L 1125. Die Anbindung an die B327 erfolgt bei beiden Varianten über die K 1671 nahezu anbaufrei. „Beide Varianten erzielen eine hohe verkehrliche Wirksamkeit und hohe Beiträge zur Lärmvermeidung“, heißt es im Regionalverkehrsplan. Mit beiden Trassen werde der Verkehr auf der B 27 und der L 1107 entlastet. Mit der Westtangente wird auch über eine Busspur zwischen Bönnigheim und Bietigheim entlang der L 1107 entschieden.

Ebenfalls positiv sieht die Stadt Bietigheim-Bissingen den Ausbau der A 81-Seitenstreifen zwischen den Anschlussstellen Ludwigsburg-Nord und Zuffenhausen, der mit der höchsten Dringlichkeit eingestuft wurde. Enttäuschend hingegen sei die Verwaltung über eine fehlende Verlängerung von entweder Karlsruher Stadtbahn bis Ludwigsburg oder der S5 bis Vaihingen, sagt Anette Hochmuth. Für die Stadtverwaltung liege der verkehrliche Vorteil vor allem in der verbesserten Erreichbarkeit der Bahnhalte Tamm, Asperg und Ludwigsburg. Das lästige Umsteigen in die S-Bahn am Bahnhof Bietigheim, vom Ellental kommend würde dadurch entfallen.

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