Stadtplanung Das Erlebnis Mettertal

An der Mettermühle in Bietigheim-Bissingen können sich die Landschaftsarchitekten einen Zugang zum Metterufer vorstellen.
An der Mettermühle in Bietigheim-Bissingen können sich die Landschaftsarchitekten einen Zugang zum Metterufer vorstellen. © Foto: Martin Kalb
Bietigheim-Bissingen / Rena Weiss 17.04.2018

Die Füße in den Sand graben, im Biergarten ein kühles Getränk schlürfen und eine sommerliche Brise genießen. So ähnlich könnte es sich entlang der Metter zutragen, wenn die Stadt dem Masterplan der Landschaftsarchitekten „Gänßle, Hehr + Partner“ zustimmt (die BZ berichtete). Bereits 2017 hat der Gemeinderat eine Analyse des Gebiets zwischen der Turnhalle Metterzimmern bis zur Mündung in die Enz beauftragt. Kostenpunkt: rund 27 000 Euro. Mit einbezogen wurden Hochwasserschutz, Kaltluftzirkulation – auch im Hinblick auf die Altstadt – und Artenschutz (alles auch für das Altenbachtal), aber ebenso Vorschläge zur Freizeitgestaltung. Doch noch ist nichts entschieden. Derzeit ist die Stadtverwaltung damit beauftragt, „die verkehrlichen Belange (Fuß-, Rad- und motorisierter Individualverkehr) zu vertiefen, eine Realisierung in Stufen zu prüfen sowie die finanziellen Fördermöglichkeiten für die Umsetzung zusammenzustellen“, heißt es im Beschluss.

Die Metter erlebbar machen

Bei der Freizeitgestaltung haben die Planer einiges vorgeschlagen: Gegenüber der Mettermühle soll die Metter „erlebbar“ werden. Die Planer können sich hier einen Spielplatz mit Grillmöglichkeiten sowie einen Bolzplatz vorstellen. Auch soll ein Zugang zur Metter möglich sein. Das Planungsbüro nennt dies „Naturerlebnis am Wasser“. Gegenüber dem Pflegezentrum an der Metter könnten sich Besucher und Bürger auf einen „Generationenpark“ freuen. Spiel- und Bewegungsstationen seien für jede Generation etwas, und eine Gastronomie mit Biergarten sorge für die nötige Erfrischung.

Skater- und Skulpturenpark

Mit dem Abriss des Bürger­amts in der Farbstraße wäre hier Platz für 95 Stellplätze. Zur Metter runter können sich „Gänßle, Hehr + Partner“ Terrassen vorstellen. Hier könnte nach dem Abbruch der nördlichen Ufermauer auch besagter Sandstrand entstehen. Zudem soll der „Metterbogen“, eine Stufenbrücke, eine Verbindung in den Talraum ermöglichen. Insgesamt sieht der Masterplan vor, Parkplätze zu zentralisieren (die BZ berichtete) und so die Kleinteiligkeit des gesamten Gebiets zu verringern. Deswegen könnte an den Japangarten die Grünfläche zu einem „Metterpark“ mit Skater- und Skulpturenpark erweitert werden. In der Gemeinderatssitzung vergangene Woche kamen hier einige Stimmen aus der Bürgerschaft, dass dies nur mit dem nötigen Reinigungspersonal möglich sei. Denn schon der Bürgergarten sei voll mit Hundekot und Müll.

Ein wichtiger Aspekt für die Landschaftsarchitekten als auch für die Gemeinderäte sind die Wegeverbindungen im gesamten Mettertal. So sieht der „Masterplan Mettertal“ einen neuen Steg für Radfahrer und Fußgänger parallel zur Autobrücke in der Farbstraße vor. Von dort aus könnte dann ein Radweg durch das ganze Gebiet bis zur Einmündung in die Enz führen. Auch hier können sich die Planer Sitzstufen runter zum Fluss vorstellen, integriert in Hochwasserschutz-Ufermauern.

Doch damit nicht genug: Es soll beispielsweise eine direkte Verbindung vom St.-Peter-Weg bis zur Metterzimmerer Straße entstehen. Für Radfahrer soll es eine Verlängerung des bestehenden Wegs parallel zur Metterzimmerer Straße geben, der zusätzlich eine Baumreihe als Straßenbegleitgrün erhalten könnte. Auf der nördlichen Seite der Metter soll zudem die Zu- und Abfahrt zum Mühlenladen optimiert werden.

Entlang der Enz soll ebenfalls ein durchgängiger Weg entstehen, außerdem eine Enzbrücke auf Höhe des Sandwegs.

Der Masterplan wurde in vier Bereiche eingeteilt: West oder auch „Landschaftspark Metter“, Mitte („Metter-Terrassen“), Ost („Metterpark“) sowie die Anbindung ans Enztal.

Info Am Samstag, 21. April, werden sämtliche Pläne von 12 bis 15 Uhr im Enzpavillon vorgestellt. Stadtverwaltung und Planer sind ebenfalls anwesend.

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