BZ-Aktion BZ-Theaterabend mit „Bertale“ und „Schatzemoggele“

Bietigheim-Bissingen / Robin Füchtner 30.11.2018

In diesem Jahr spielt das Löchgauer Theater Fleckabutzer zum zweiten Mal für die BZ-Aktion Menschen in Not. Die Truppe um Regisseur und Schauspieler Heinz Kienle legt dabei eine so große Spielfreude an den Tag, dass im Publikum ein Lacher nach dem anderen zu hören ist. Und derer gibt es in dem rasanten Stück fürwahr einige.

Einen überaus gelungenen Theaterabend erlebten die Gäste am Mittwoch in der Bietigheimer Kelter. Nicht nur die begeisterten Komödianten sorgten für eine ausgelassen Stimmung im Publikum, auch die Trachtenkapelle Bietigheim unter der Leitung von Sebastian Reiff, die seit 1985 für eine zünftige musikalische Unterhaltung sorgen, trug wieder ihren Teil dazu bei. Neu war in diesem Jahr bei den traditionellen BZ-Theaterabenden in der Kelter das Bewirtungsangebot: Der Freundeskreis der Steelers mit ihrem Vorsitzenden Manfred Nirk hatte zum ersten Mal nach einem speziellen Rezept eine gehaltvolle Gulaschsuppe eigens für die Benefizveranstaltungen gekocht.

Ein Dorf, irgendwo im Schwäbischen: Hier sind Berta Naseweis und Mechthild Metzger zuhause. Die beiden verstehen sich blendend und haben eine große gemeinsame Leidenschaft: das Tratschen. Bertas Mann Gustav hat sich schon vor einiger Zeit „totgschafft“ und ihr mit Karl Liebling einen Mieter hinterlassen, der bei ihr auf Lebenszeit wohnen darf. Ihre Freundin Mechthild wohnt Tür an Tür und ist der klassische Hausdrachen. Ihr Gatte Max muss den Haushalt machen, die Blumen gießen und was sein „Schatzemoggele“ sonst noch von ihm verlangt.

Den beiden Tratschweibern „geht nix naus“ und so kann Mechthild dem „Bertale“ davon berichten, dass im Bietigheimer Hallenbad zwei Frauen bei der Beckenbodengymnastik ertrunken seien. Und über den neuen Bürgermeister im Dorf weiß das „Bertale“ wiederum, dass für den Schultes der Montag der arbeitsreichste Tag der Woche sei, denn „do muss er drei Kalenderblätter abreißa“.

Als dann der allein lebende Karl Liebling auch noch Besuch von der hübschen Annette bekommt und seiner Vermieterin erklärt, dass sie vorübergehend bei ihm wohne, bis man eine Wohnung für sie gefunden habe, ist der Jagdinstinkt bei Berta und Mechthild geweckt. Auch Magda, die die beiden Tratschweiber gerne ärgert und ein Auge auf Karl geworfen hat, interessiert sich daher für die junge Annette.

Max und Karl teilen ein Geheimnis: sie spielen seit zwei Jahren Lotto – nun haben sie endlich gewonnen. Das bekommt der schwule Friseur Detlef mit und verspricht, den beiden Frauen nichts davon zu erzählen, bittet Karl im Gegenzug für sein Schweigen aber darum, dass er ihm später mal einen Gefallen erweisen könnte.

Als kurze Zeit später dann Detlef und Annette Arm in Arm ins Städtle bummeln gehen, haben Mechthild und Berta wieder neuen Gesprächsstoff. Als die beiden jungen Leute wieder zurückkommen und Annette dem Friseur erklärt, er sei ein echter „Pfundskerl“, bedauert dieser; „vom anderen Ufer“ zu sein.

Nachdem Detlef auch noch im Beisein der beiden Tratschtanten den Lottogewinn ausplaudert, ändert sich so manches. Wer wissen will was, ob die beiden Frauen an das Geld kommen und mit wem Annette am Ende zusammenkommt, kann dies bei einer weiteren Aufführung am heutigen Abend (19.30 Uhr) erfahren, für die es an der Abendkasse noch einige Restkarten gibt.

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