Schulentwicklungsplan Beim Schulbau gibt es Verzögerungen

Auf der abgezäunten Baustelle vor der Bietigheimer Hillerschule tut sich noch nichts.
Auf der abgezäunten Baustelle vor der Bietigheimer Hillerschule tut sich noch nichts. © Foto: Martin Kalb
Uwe Mollenkopf 11.07.2018

Seit Wochen tut sich auf der Baustelle an der Hillerschule nichts. „Hinter dem Bauzaun herrscht gähnende Leere“, bemängelt BZ-Leser und Architekt Hans Noller und fragt sich, wer die Untätigkeiten zu verantworten hat. Anette Hochmuth, die Sprecherin der Stadtverwaltung, bestätigt, dass sich die Baumaßnahmen an der Hillerschule, wo für Gesamtkosten von 7,15 Millionen Euro ein Neubau mit Turnhalle und Mensa entstehen soll, einige Monate im Rückstand befindet. In den Sommerferien sollen die Arbeiten am Rohbau nun aber starten.

Mit den Bauarbeiten sollte eigentlich nach dem Abbruch der alten Sporthalle im Frühjahr 2018 begonnen werden. Aufgrund des Wechsels des Tragwerkplaners habe der Beginn der Neubaumaßnahme aber verschoben werden müssen, so die Sprecherin zu den Gründen der Verzögerung. Nun geht es aber weiter: In der Sitzung des Gemeinderats am kommenden Dienstag steht die Vergabe der Erd- und Rohbauarbeiten für 2,9 Millionen Euro auf der Tagesordnung. Ziel sei es, so Hochmuth, bis September 2019 fertig zu sein.

Doch auch bei anderen Maßnahmen des Schulentwicklungsplans muss unter Umständen nachjustiert werden. Das hat jedoch andere Gründe: Schuld ist die Entwicklung der Schülerzahlen.

Mehr Grundschüler

Wie die Stadtverwaltung unlängst im Schulbeirat berichtet hat, steigen die Zahlen der Grundschüler in den nächsten Jahren in der Region Ludwigsburg stark an. Das führe mit einer zeitlichen Verzögerung von zirka 4 bis 5 Jahren zu stark steigenden Zahlen in der Sekundarstufe 1. Wie es konkret in Bietigheim-Bissingen aussieht, sei derzeit noch nicht bekannt, sagt Anette Hochmuth. Konkrete Zahlen würden momentan erhoben und ausgewertet. Doch so lange warte man mit den baulichen Planungen für die Sandschule und für die Realschulen. Voraussichtlich im Herbst werde eine fundierte Grundlage für die Baumaßnahmen vorliegen.

Die Baumaßnahmen an der Realschule Bissingen sind Teil des Gesamtprojekts Campus Bissingen, wo für die Waldschule jüngst ein weiterer Beschluss gefasst wurde (folgende Seite). Ein Neubau soll die bestehenden Engpässe beim Raumbedarf lösen. Im gesamten Campus werden 6,8 Millionen Euro investiert. Die Bauarbeiten für die Bissinger Realschule sollen laut bisheriger Planung Mitte 2019 starten. Auch in der Realschule im Aurain (Kostenvolumen von 6,85 Millionen) soll es laut Schulentwicklungsplan Mitte 2019 losgehen. In der Sandschule sind für einen Neubau rund 6 Millionen Euro einkalkuliert, der Schulentwicklungsplan geht von einem Start im vierten Quartal 2019 aus.Die Erhebungen zu den Schülerzahlen sollen nun zeigen, ob die Planungen geändert werden müssen.

Was die Gymnasien betrifft, so halten sich hier bei der laufenden Sanierung die Verzögerungen in Grenzen. Laut Hochmuth geht es um einige Wochen. Es ist mit mehr als 18 Millionen Euro zugleich das größte Projekt des Schulentwicklungsplans.

Die Schülerzahlen in Bietigheim-Bissingen

373 Schüler besuchten 2017 die Grundschule im Buch. Die Zahl blieb damit gegenüber 2016 unverändert.

410 Schüler gingen auf die Hillerschule (Vorjahr: 422).

352 Schüler sind es in der Schillerschule (Vorjahr: 336).

502 Schüler zählte man 2017 in der Schule im Sand (Vorjahr: 501).

408 Schüler sind es auf der Waldschule in Bissingen (Vorjahr: 406).

428 Schüler (421) gingen mit Stand von 2017 auf die Realschule Bissingen.

774 Schüler (743) sind es auf der Realschule im Aurain.

58 Schüler gingen auf die Gustav-Schönleber-Schule (2016: 62).

1268 betrug 2017 die Schülerzahl für die Ellentalgymnasien (Vorjahr: 1234). bz

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