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Stuttgarter Straße
Bietigheim-Bissingen / Uwe Mollenkopf

Bereits im Februar war mit dem Fällen der ersten Bäume auf dem früheren Valeo-Gelände, dem jetzigen Lothar-Späth-Carré, begonnen worden – zum Missfallen etlicher Bürger. Am Dienstag soll nun Baurecht geschaffen werden: In seiner Sitzung entscheidet der Gemeinderat über die Verabschiedung des Bebauungsplans im ersten Bauabschnitt, ebenso steht der Beschluss über den Umbau der Gartenstraße an.

Wie berichtet, umfasst der erste Bauabschnitt zwei Hektar und stellt damit etwa die Hälfte der Gesamtfläche dar. Der übrige Bereich soll später in einem zweiten, vielleicht auch dritten Bauabschnitt, in Angriff genommen werden, wie Oberbürgermeister Jürgen Kessing bei einem Informationsabend für die Bürger im Januar ankündigte. Im ersten Bauabschnitt sind 175 Wohnungen, davon 24 im Segment bezahlbares Wohnen, geplant. Es dominieren Mehrfamilienhäuser, von denen die höchsten Gebäude – an der B 27 – viergeschossig sind, teilweise plus Dachgeschoss (DG).

Die übrigen Mehrfamilienhäuser sind dreigeschossig (plus DG), drei Reihenhäuser im Süden haben zwei Geschosse (plus DG). Erschlossen werden soll der erste Bauabschnitt über die Gartenstraße.

Thema Schallschutz

Zu den Bebauungsplanentwürfen für das Späth-Carré zwischen Stuttgarter-, Freiberger- und Gartenstraße sowie den Umbau der Gartenstraße sind eine Reihe von Anmerkungen seitens der Behörden und der Bürger geäußert worden, die teils im Plan berücksichtigt, teils nur zur Kenntnis genommen, teils zurückgewiesen wurden.

Beispielsweise bat die IHK darum, nicht nur „die Interessen von Wohnraum, sondern auch die für mittelständische Handwerksbetriebe zu berücksichtigen“. Seitens der Stadt wurde im Gegenzug darauf hingewiesen, dass für die aktuell noch bestehenden Gewerbegebäude die Genehmigungen bereits ausgelaufen seien. Eine Pufferzone, wie von der IHK gewünscht, sei daher nicht mehr erforderlich.

Mit Blick auf den Verkehr sagte die Stadt zu, die neu geplante Ampel an der Einmündung Gartenstraße/Freiberger Straße mit der nur wenige Meter weiter bestehenden Radampel zu koppeln.

Auch der Schallschutz war ein Thema bei den Anregungen. So empfiehlt das Landratsamt eine Überarbeitung der schalltechnischen Untersuchung. Das Gebiet grenzt an die viel befahrene Stuttgarter Straße, dahinter befindet sich die Bahnlinie. Die Stadt verweist darauf, dass im Zuge der Gebäudeplanung detaillierte Berechnungen durchgeführt werden sollen.

Laut der schalltechnischen Untersuchung wird empfohlen, für die zur Stuttgarter Straße orientierten Gebäude zu prüfen, ob der angestrebte Lärmschutz durch geeignete Bauformen, zum Beispiel vorgehängte Fassadenbauteile, und besondere Grundrisse erreicht werden kann. Für die durch den baulichen Lärmschutz abgeschirmten Gebäude ergebe sich eine deutlich bessere schalltechnische Situation, aber auch hier müssten für die Lärmeinwirkungen des Straßen- und Schienenverkehrs Vorkehrungen getroffen werden.

Die Gebäude an der Stuttgarter Straße sollen vor diesem Hintergrund zuerst gebaut werden. Bezüglich der Grünflächen wurde in den Bebauungsplan unter anderem aufgenommen, dass entlang der öffentlichen Grünfläche auf der östlichen Seite eine Baumreihe gepflanzt werden soll, die der Grünfläche einen Rahmen geben soll. Oberbürgermeister Kessing rechnet damit, dass es drei bis vier Jahre dauert, bis im ersten Bauabschnitt alle Gebäude stehen.

Überschrift Infokasten einzeilig

Anlauf steht hier Text für einen dreispaltigen Infokasten. bz