Das Auktionshaus Gärtner in Bietigheim-Bissingen ruft drei bei ihnen verkaufte Bilder zurück, die mit dem britischen Street-Art-Künstler Banksy in Verbindung gebracht worden waren. Man wolle die Herkunft der drei Graffiti eindeutig klären.

Der Geschäftsführer Christoph Gärtner räumt auf Nachfrage ein, dass eine Prüfung bereits vor dem Verkauf hätte erfolgen sollen. „Ich war nie der Meinung, dass es Originale sind, und es sollte auch nie der Eindruck erweckt werden. Da gab es eine sehr unglückliche Kommunikation. Das tut mir sehr leid, dass das sehr unglücklich formuliert war und auch unglücklich aufgefasst worden ist“, entschuldigt sich Gärtner. Er befürchtet einen Reputationsschaden durch diese „Verkettung unglücklicher Umstände“.

Drei Bilder verkauft

Das Auktionshaus hatte jüngst drei Bilder zu je 8000 Euro verkauft, die es in einer Pressemitteilung mit Banksy in Verbindung gebracht hatte – ohne jedoch explizit zu erwähnen, dass die Bilder von ihm sind. „Banksy und Egon Schiele im Auktionshaus Gärtner“, warb das Auktionshaus darin. Und weiter: „Während sein Bild ‚Girl with Baloon‘ gerade in der Staatsgalerie in Stuttgart ausgestellt wird, sind nun auch drei Bilder seines außergewöhnlichen Kunstprojekts Dismaland in Bietigheim-Bissingen zu sehen.“

Kaufpreis zurückerstattet

„Wir sind daran interessiert, Aufklärung zu betreiben“, sagt die Sprecherin des Auktionshauses, Kristine Wallé. Man habe die Käufer kontaktiert und ihnen den Kaufpreis zurückerstattet. Die Bilder seien nun wieder im Auktionshaus. In der kommenden Woche soll ein Experte prüfen, ob die Bilder im Rahmen von Banksys Dismaland-Projekt entstanden sind. Ulrich Blanché, der am Institut für europäische Kunstgeschichte der Universität Heidelberg zu Banksy forscht, solle das prüfen. Es gehe explizit nicht darum, zu prüfen, ob die Bilder von Banksy selbst sind. „Das wurde auch nie gesagt“, sagt Wallé.