Mit ihrer Unterschrift unter eine Freundschaftsurkunde haben Oberbürgermeister Jürgen Kessing und sein argentinischer Kollege Gustavo Soto (Tupungato) am Donnerstagabend in den Kronenstuben im Beisein der Vertreter des Gemeinderats die Freundschaft zwischen den beiden Städten besiegelt.

Wie berichtet, geht die Initiative zur Aufnahme freundschaftlicher Kontakte auf den Besuch des argentinischen Botschafters in Bietigheim-Bissingen anlässlich der Handball-WM der Frauen 2017 zurück. Im Februar 2019 reisten Oberbürgermeister Jürgen Kessing und Sprecherin Anette Hochmuth zu einem Kurzbesuch in die rund 32 000 Einwohner große Stadt am Fuß der Anden, um sich einen ersten Eindruck zu verschaffen. Diese Woche waren der Bürgermeister von Tupungato und Kommunikationsdirektor Lucas Cervilla zwei Tage lang zu Besuch an Enz und Metter. Am 1. Oktober hatte der Gemeinderat von Bietigheim-Bissingen der Aufnahme der Städtefreundschaft bei fünf Enthaltungen zugestimmt.

Einblicke in
die Verwaltung

Bei dem Besuch in dieser Woche stand der kommunale Erfahrungsaustausch im Vordergrund. Die Gäste erhielten bei einem Treffen im Rathaus mit Oberbürgermeister Jürgen Kessing und den Amtsleitern einen Einblick in die Verwaltungsstruktur von Bietigheim-Bissingen. Ebenso richtete sich der Blick auf die Wasser- und Energieversorgung. Dazu fand ein Besuch bei den Stadtwerken Bietigheim-Bissingen statt, es wurden die Kläranlage, das Enzkraftwerk, ein Blockheizkraftwerk und die Biogasanlage in Sachsenheim besichtigt. Nicht fehlen durfte eine Führung durch die historische Altstadt. Weitere Besuchspunkte der argentinischen Delegation waren das Berufliche Schulzentrum Bietigheim-Bissingen, die Firma Fumatech und die städtischen Einrichtungen Hallenbad, Freibad und Eishalle.

Die beiden Argentinier seien von der Schönheit der historischen Stadt und ihren vielfältigen Einrichtungen beeindruckt gewesen, heißt es in einer Mitteilung der Stadtverwaltung.

Bietigheim-Bissingen pflegt seit fast sechs Jahrzehnten internationale Beziehungen, zu Kusatsu in Japan, zu Sucy-en-Brie in Frankreich, zu Surrey Heath in England, zu Szekszárd in Ungarn und zu Overland Park in den USA. Die Freundschaft zu Tupungato in Argentinien soll laut Stadtverwaltung diese Palette ergänzen, ohne gleich in feste partnerschaftliche Bande zu münden. Aufgrund der großen Entfernung soll der Fokus auf dem kommunalen Erfahrungsaustausch liegen.