Krankenhaus Am Krankenhaus gibt es große Veränderungen

Die Südseite des Bietigheimer Krankenhauses: Dort, wo sich der ehemalige Hubschrauberlandeplatz befindet, entsteht ein Erweiterungsbau, der Westbau (links) wird abgerissen. Auch im Innern sieht der Masterplan der Kliniken-Holding viele Umbauten vor.
Die Südseite des Bietigheimer Krankenhauses: Dort, wo sich der ehemalige Hubschrauberlandeplatz befindet, entsteht ein Erweiterungsbau, der Westbau (links) wird abgerissen. Auch im Innern sieht der Masterplan der Kliniken-Holding viele Umbauten vor. © Foto: Martin Kalb
Uwe Mollenkopf 30.06.2018

Die Planungen zur Erweiterung und zum Umbau des Bietigheimer Krankenhauses laufen derzeit auf Hochtouren. Das Sozialministerium wie auch der Kliniken-Aufsichtsrat haben das Vorhaben abgesegnet, die Architektenleistungen wurden ausgeschrieben. Bis Ende September soll feststehen, welcher Architekt das Mammutprojekt plant, sagte Matthias Ziegler, der zuständige Regionaldirektor in der Kliniken-Holding, auf BZ-Anfrage.

Wie berichtet, soll das Bietigheimer Krankenhaus – zu dem auch die Vaihinger Geriatrie gehört – um ein Zentrum für Altersmedizin erweitert werden. Die Zahl der Betten wird dadurch von rund 400 auf 480 steigen. Doch, so Ziegler, die Baumaßnahmen gehen weit über die Altersmedizin hinaus. Es gebe „ganz große Veränderungen“, eine „komplette bauliche Weiterentwicklung“ des Standorts Bietigheim.

Reihenfolge geändert

Den Fahrplan dazu gibt ein Masterplan vor, der sich über einen Zeitraum von fünf Jahren erstreckt. Die Reihenfolge sei zuletzt geändert worden, berichtet Ziegler. Habe man bisher mit einem Umbau des Erdgeschosses beginnen wollen, so soll dieser nun später über die Bühne gehen.

Stattdessen werde mit dem Erweiterungsbau begonnen, der das altersmedizinische Zentrum und eine Bettenstation aufnehmen soll. Er entsteht auf dem ehemaligen Hubschrauberlandeplatz und soll eine Nutzfläche von 9000 Quadratmetern haben. Anschließend werde der Westbau (6000 Quadratmeter), in dem sich jetzt eine Bettenstation befindet, abgerissen. Eine Sanierung würde sich nicht lohnen, so der Regionaldirektor.

Eine Lücke soll ebenfalls noch bebaut werden, wodurch man 3600 Quadratmeter Fläche gewinnt. Per Saldo ergebe sich dadurch ein Zugewinn von rund 6000 Quadratmetern Fläche, so Ziegler. „Ein ordentlicher Zuwachs.“

Erst nach Abschluss dieser mehrjährigen Baumaßnahmen kommt das Erdgeschoss an die Reihe. Geplant sei eine Verlagerung des Eingangs auf die jetzt rückwärtige Seite, gegenüber dem Parkhaus, berichtet Matthias Ziegler. Dadurch soll ein kurzer Weg vom Parkhaus ins Krankenhaus entstehen, erleichtert durch einen Steg über die dazwischenliegende Straße.

Kosten: 50 Millionen Euro

Ins Untergeschoss des Neubaus, wo sich jetzt die alte, nicht mehr genutzte Tiefgarage befindet, wird die Küche verlagert, die sich jetzt noch mitten im Erdgeschoss befindet, was ablauftechnisch ein Nachteil ist. Danach ist Platz, um die Radiologie vom ersten Stock ins Erdgeschoss zu verlegen. Dadurch sollen Notaufnahme (bis jetzt auf zwei Ebenen), Radiologie und Ambulanz alle auf einer Ebene im Erdgeschoss konzentriert werden. Dort, wo sich jetzt die Radiologie neben der Intensivstation befindet, sollen zusätzliche Überwachungsbetten – eine sogenannte Intermediate-Care-Station (IMC) – eingerichtet werden.

Die Kosten für das Großvorhaben beziffert Ziegler grob geschätzt auf rund 50 Millionen Euro. Mögliche Preissteigerungen seien darin aber noch nicht einkalkuliert. Dieses Jahr werde weiter geplant, erklärte der Regionaldirektor zum Zeitplan, 2019 könnten dann eventuell die Bagger anrücken.

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