Verkehr Altstadt-Zufahrt wird künftig einspurig

Die Durchfahrt vom Parkplatz Holzgartenstraße Richtung Innenstadt ist derzeit durch Baken in der Straßenmitte für Fußgänger und Radfahrer gefährlich, da zu wenig Platz ist, wenn ein Auto kommt. Im Herbst soll die Stelle deshalb umgebaut werden. 
Die Durchfahrt vom Parkplatz Holzgartenstraße Richtung Innenstadt ist derzeit durch Baken in der Straßenmitte für Fußgänger und Radfahrer gefährlich, da zu wenig Platz ist, wenn ein Auto kommt. Im Herbst soll die Stelle deshalb umgebaut werden.  © Foto: Helmut Pangerl
Bietigheim-Bissingen / Uwe Mollenkopf 16.08.2018

Für Fußgänger auf dem Weg vom Parkplatz Holzgartenstraße in die Altstadt hat das dynamische Parkleitsystem Nachteile mit sich gebracht. Wie bereits berichtet, wurden in dem kleinen Abschnitt vor der Metterbrücke in der Straßenmitte Leitbaken aufgestellt, um Messfehler durch Autos, die auf die andere Seite kommen, zu vermeiden. Mit der Folge, dass es eng wird, wenn auf einer Spur gleichzeitig Autos und Fußgänger oder auch Radfahrer unterwegs sind. In seiner jüngsten Sitzung hat der Gemeinderat nun den Beschluss gefasst, für Abhilfe zu sorgen.

Wie es in der Vorlage dazu hieß, ist der jetzige Zustand mit den rot-weiß-gestreiften Baken auch für die Stadtverwaltung „nicht überzeugend“, auch wenn er technisch funktioniert. Dies wird sowohl mit Blick auf das Stadtbild wie auch auf die Verkehrssicherheit begründet.

Als Lösung hat der Gemeinderat mehrheitlich, bei sechs Gegenstimmen und drei Enthaltungen, beschlossen, den Zufahrtsbereich zwischen dem Parkplatz und der Metterbrücke einspurig zu gestalten, mit zwei seitlichen Pollern zum Schutz der Fußgänger. So entstehen rechts und links Fußwege, und Autos und Fußgänger kommen sich nicht mehr in die Quere, erläutert Sprecherin Anette Hochmuth. Dass die Durchfahrt einspurig werde, sei nicht so gravierend, da die Holzgartenstraße keine Durchfahrtsstraße sei, sondern nördlich der Metterbrücke auf die Fußgängerzone stoße. Es gibt in dem Bereich davor einige öffentliche Parkplätze für Besucher der Fußgängerzone sowie Anwohnerparkplätze. Außerdem muss der Lieferverkehr durch.

Parkplätze erhalten

Vor diesem Hintergrund hatte die GAL-Fraktion im Februar 2017 in einem Antrag angeregt, die öffentlichen Parkplätze gleich ganz aufzulösen und den Bereich bis zur Hauptstraße fußgängerfreundlich zu gestalten. Dazu hatte die Verwaltung Vorschläge erarbeitet, die  von der Metterbrücke bis zur Einmündung der Metterstraße einen „verkehrsbe­-
ruhigten Bereich“ vorsahen. Nach der Einmündung der Metterstraße und der Zufahrt zu der Tiefgarage Hauptstraße 19 bis 23 könnte der Bereich in eine Fußgängerzone umgestaltet werden, so die Idee. Dadurch wären von den derzeit dort vorhandenen neun Längsparkplätzen fünf entfallen. Für die übrigen vier war die Ausweisung als „privilegierte Parkplätze“ (zum Beispiel für Behinderte oder E-Mobile) im Gespräch.

Doch diese Lösung war von der Stadtverwaltung wieder fallengelassen worden. Die „Werbegemeinschaft Innenstadt“, die die dortigen Unternehmer vertritt, hatte angeführt, dass die Holzgartenstraße als zentraler Zugang zur Hauptstraße eine „Aorta für die Innenstadt und somit den Einzelhandel“ sei. In einer Stellungnahme der Werbegemeinschaft hieß es, in einer Situation, in der der innerstädtische Handel sich in einem verschärften Wettbewerb mit dem weiter expandierten Online-Handel sowie den auch vor Ort weiter expandierenden Einkaufszentren wie dem Breuningerland befinde, seien kostenfreie Parkplätze in fußläufiger Nähe zu den Geschäften essenziell. Da die meisten Parker dort Kurzzeitparker seien, sei davon auszugehen, dass weit über hundert Innenstadt-Besucher diese Parkplätze täglich nutzten.

Noch gebe es in der Bietigheimer Innenstadt erfreulicherweise kaum Leerstände von Ladengeschäften, stellten die Unternehmer fest – doch das könne sich ohne eine ausreichende Zahl gebührenfreier Parkplätze in der Nähe der Geschäfte ändern. Angesichts der Einwände schlug die Verwaltung vor, die Erweiterung der Fußgängerzone vorerst zurückzustellen, was die Mehrheit im Gemeinderat ebenso sah.

Umbau im Herbst

Der beschlossene Umbau der Zufahrt sei relativ einfach zu bewerkstelligen, erklärt Anette Hochmuth. Dazu müssen die vorgesehenen Poller aufgestellt und die Kontaktschleife des Parkleitsystems umprogrammiert werden. Die Kosten werden auf rund 5000 Euro beziffert. Ein genauer Termin dafür stehe noch nicht fest, so die Sprecherin, der Umbau solle aber im Herbst dieses Jahr über die Bühne gehen.

Masterplan Mettertal

Sollte der Masterplan Mettertal realisiert werden, dann werden die Karten rund um den Holzgarten-Parkplatz neu gemischt. Dieser sieht nämlich vor, die Grünfläche rund um den Japangarten zu einem Metterpark zu erweitern. Dazu sollen die ebenerdigen Stellplätze im Japangarten und in der Holzgartenstraße wegfallen, stattdessen soll ein Parkhaus gebaut werden. Noch handelt es sich dabei aber nur um planerische Überlegungen ohne konkrete Beschlüsse. um

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