Valeo Aktivposten nicht nur für die BZ-Aktion

Manfred Gläser; Verleger und Vorsitzender der BZ-Aktion, würdigte mit sehr persönlichen Worten, das vier Jahrzehnten andaurenden Engagement von Valeo-Ausbildungleiter Rudi Breitenberger (links). „Heute ist für Sie – und für unsere Aktion „Menschen in Not“ – ein denkwürdiger Tag, der in die Geschichte unserer Aktion eingehen wird“, sagte Gläser. Bereits seit dem zweiten Jahr der Weihnachtssammelaktion, also seit 1978, habe Breitenberger als Ausbildungsleiter veranlasst, dass die Auszubildenden der zu Valeo gehörenden Firmen mit dem Verkauf von selbst hergestellten Werkstücken wesentlich zum Ergebnis der BZ-Aktion Menschen in Not beigetragen hätten.
Manfred Gläser; Verleger und Vorsitzender der BZ-Aktion, würdigte mit sehr persönlichen Worten, das vier Jahrzehnten andaurenden Engagement von Valeo-Ausbildungleiter Rudi Breitenberger (links). „Heute ist für Sie – und für unsere Aktion „Menschen in Not“ – ein denkwürdiger Tag, der in die Geschichte unserer Aktion eingehen wird“, sagte Gläser. Bereits seit dem zweiten Jahr der Weihnachtssammelaktion, also seit 1978, habe Breitenberger als Ausbildungsleiter veranlasst, dass die Auszubildenden der zu Valeo gehörenden Firmen mit dem Verkauf von selbst hergestellten Werkstücken wesentlich zum Ergebnis der BZ-Aktion Menschen in Not beigetragen hätten. © Foto: Helmut Pangerl
Bietigheim-Bissingen / Susanne Yvette Walter 20.12.2017

Seit 1978 ist er die treibende Kraft, wenn es bei Valeo um die Unterstützung der BZ-Aktion Menschen in Not geht: Rudi Breitenberger, Ausbildungsleiter im Unternehmen, stammt aus Gaisingen und geht am 31. Dezember mit 67 Jahren in Rente.

Der liebenswerte Aktivposten Rudi Breitenberger startete seine berufliche Karriere bei der SWF, die später von der amerikanischen Firma ITT übernommen wurde und später in Valero überging. Dort bekam er, nach eigenen Worten, „die Chance, als Elektromechaniker eine klassische Ausbildung zu machen“, ein Bereich, der in seinem späteren Berufsleben erst einmal beiseite gerückt wurde. Erst später, als der Beruf des Mechadronikers aufkam, entdeckte Breitenberger die Ähnlichkeit zu seinem ursprünglichen Ausbildungsberuf des einstigen Elektromechanikers.

Nach einem kurzen Einsatz in der Instandhaltung bekam er bereits die Chance ausbilderisch tätig zu werden und „Elektromechaniker in Elektrotechnik fit zu machen“. „Das war die Zeit, in der der Blinkgeber schon elektronisch wurde“, erinnert sich Breitenberger mit Blick auf die Entwicklungen bei der SWF. Er war, wie er selbst sagt, wohl einer der jüngsten Teilnehmer mit Sondergenehmigung am Meisterkurs, was ihn später berechtigte, im gesamten elektrotechnischen Bereich in allen Ausbildungsberufen in der Firma Lehrlinge auszubilden. Später stand Breitenberger an der Spitze der Gesamtausbildung unter der Fahne der ITT. „Das war die beste Zeit, wo ich persönlich erkannt habe, wie viel man bewegen kann in der Ausbildung. Ich war da selbst noch sehr jung und habe immer den Schulterschluss gesucht mit Kollegen“, erinnert er sich. Bei der IHK engagierte sich Breitenberger im Prüfungswesen. „Ich sah das nie als Abschlussprüfung, sondern als Einstiegsprüfung ins Berufsleben.“

Immer stärker wurde Breitenberger von der IHK eingebunden. Bei der Stuttgarter Berufsakademie habe man damals angefangen, ein duales Studium für Ingenieure einzuführen. Zeitgleich kam der Gedanke auf, wie man „junge Leute mit sozialen Projekten einbinden kann“. Durch Kontakte zur Karlshöhe nach Ludwigsburg erwuchs ein Projekt zum sozialen Lernen, für das sich Breitenberger stark machte. Die Werkstätten der Karlshöhe kommen noch heute einmal im Jahr zu Valeo zu Besuch – mit 20 bis 30 Auszubildenden in den Berufen für Menschen mit Behinderungen. Die Verknüpfungen sind vielseitig und nachhaltig. Breitenberger steht als Bindeglied an vorderer Linie.

Seit über einem Vierteljahrhundert engagiert er sich für die BZ-Aktion durch Öffentlichkeitsarbeit in der Bietigheimer Innenstadt und sammelte Gelder für den wohltätigen Zweck. Und selbst jetzt, wo der Ruhestand bevorsteht, treibt ihn das Thema Industrie 4.0 um, „ein Schlagwort, das mit Leben gefüllt werden will“. Das alles hätte er nach eigenen Worten niemals leisten können, hätte er nicht durchgehend den Rückhalt seiner Frau gehabt, die ihm immer den Rücken freigehalten habe. Beruflich hatte er ebenfalls immer „den Freiraum und die Umgebung für sein Engagement“, und er haben das Glück gehabt, im Job gesund zu bleiben.

Zurück zur Startseite Zum nächsten Artikel