Bietigheim-Bissingen/Walheim Aktionstage zum Jubiläum des Enztalradwegs - 2017 Zertifizierung geplant

Bietigheim-Bissingen/Walheim / JULIA SCHWEIZER 02.04.2016
2011 ist der Enztalradweg eröffnet worden, in diesem Jahr wird Jubiläum gefeiert. Allerdings nicht allzu groß, viele Kommunen verbinden das mit anderen Festen. Größeres haben die Macher erst 2017 vor.

Er ist mit rund 120 Kilometern einer der kürzeren Radfernwege - und auch die Feiern der beteiligten Kommunen zum 15-jährigen Bestehen des Enztalradwegs am ersten Juli-Sonntag fallen eher kleiner aus. Bietigheim-Bissingen etwa nutzt dazu den Rad-Aktionstag, den es 2014 erstmals gab und der alle zwei Jahre stattfinden soll. Wie die Veranstaltung am 3. Juli ablaufen soll, steht aber nach Angaben der Stadt noch nicht fest. Der ADFC-Vorsitzende Albrecht Kurz kann sich aber einen ähnlichen Ablauf wie 2014 vorstellen. Damals gab es unter anderem eine Versteigerung von Fundrädern, eine Mountainbike-Feuer-Show, der ADFC bot Touren an, die Kreisverkehrswacht testete Reaktion und Sehvermögen, Räder wurden codiert und weitere Sicherheitsmaßnahmen dargestellt. Zudem präsentierte die AG Radschulwegpläne erstmals ihre Karten des Vorzeigeprojekts, und Händler stellten ihr Angebot aus.

Auch in Walheim verbindet man das Jubiläum mit einer sowieso stattfindenden Veranstaltung, der Premiere des Neckarfests, sagt der Bürgermeister Albrecht Dautel. Walheim ist Ansprechpartner der "Projektgruppe und Werbegemeinschaft Enztalradweg der Enztalgemeinden". Dautel kümmert sich auch um einen gemeinsamen Flyer anlässlich des Jubiläums-Aktionstages. Zudem soll es einen Fotowettbewerb geben, jede beteiligte Kommune stellt dafür einen Preis für die schönsten Bilder von dem Aktionstag zur Verfügung.

Ein deutlich größeres Projekt steht dagegen 2017 an. Dann wollen die Enztalgemeinden zusammen mit dem ADFC die Zertifizierung des Radwegs angehen, Ziel sind vier Sterne. Geplant war die Zertifzierung eigentlich pünktlich zum 15-jährigen Bestehen. Doch derzeit werden Teile des Weges saniert, frischen Asphalt gibt es etwa bei Bad Wildbad, auch in Pforzheim sind Bauarbeiten auf der Wegstrecke. Durch diese "Mängel" hätte es wohl nur drei Sterne gegeben, so Dautel: "Aber die wollen wir nicht. Wir wissen, dass der Weg vier Sterne wert ist." Denn das bringe in der Öffentlichkeitswirkung auch mehr ein. Auf die Finanzierung hat das übrigens keinen Einfluss, Fördergelder gibt es etwa nur für Landesradfernwege wie den Neckarradweg.

Dautel selbst befährt den Enztalradweg übrigens regelmäßig, alleine, aber auch alle zwei Jahre zusammen mit Vertretern beteiligter Kommunen. Stellt das sogenannte Qualitätsteam dabei Mängel fest, werden diese gemeldet - und von den Kommunen auch rasch umgesetzt, so das Fazit der letzten Befahrung im Herbst. Zudem wurden die GPS-Daten neu eingelesen, die auf der Homepage abrufbar sind und mehr Orientierung bieten sollen.

Der Enztalradweg

Streckenverlauf Der Radweg führt von der Quelle der Enz im nördlichen Schwarzwald bei Enzklösterle bis zu ihrer Mündung in den Neckar bei Walheim. Auf den rund 120 Kilometern kommen die Radler vorbei an Bad Wildbad, Pforzheim, Vaihingen an der Enz, Markgröningen, Bietigheim-Bissingen und Besigheim.