Erstklassiges Hockey anschauen und gleichzeitig Gutes tun. Unter diesem Motto veranstaltete der Bietigheimer HTC rund um das Heimspiel der 1. Damenmannschaft gegen den Münchner SC eine Registrierungsaktion der Deutschen Knochenmarkspenderdatei (DKMS). Die Idee dafür kam von Anette Wengert, Jugendleiterin der Hockeyabteilung: „Ich bin selbst schon seit 25 Jahren bei der DKMS registriert und gerade in meiner Rolle als Mutter finde ich das sehr wichtig, um seine Kinder zu unterstützen.“

Generell sei das Bewusstsein, für solche Themen in Deutschland noch nicht genug geschärft. Auch die Geschichte des zweijährigen Johannes aus Ludwigsburg lieferte einen weiteren Anstoß. Am 14. Dezember organsierte die Familie des Jungen eine Registrierungsaktion. Genau zehn Tage später - an Heiligabend - erreichte die Familie die freudige Nachricht, dass ein potenzieller Spender gefunden sei.

Idee begeistert angenommen

„Meine Idee eine solche Aktion zu starten wurde direkt in die Hand genommen und umgesetzt. Wir sind im Verein ein tolles Team, nur so kann so etwas dann auch funktionieren“, meint Wengert. Ab 14 Uhr stand der rot-weiße Pavillon, mit allerlei Luftballons der DKMS in den passenden Farben, geschmückt vor der Sporthalle im Ellental. Kim Reutter, Damenspielerin der BHTC, erklärte wie die Registrierung abläuft: „Als erstes muss die Einverständniserklärung mit der Anschrift ausgefüllt und unterschrieben werden. Dann muss die Person drei Wattestäbchen nacheinander für eine Minute an der Wangeninnenseite reiben.“ Die Stäbchen werden mit einem Barcode versehen verpackt, und schon ist man in der Datenbank der DKMS vermerkt. „Ich bin bereits seit letztem Jahr registriert, finde es aber prima, dass man mit so einer Aktion anderen Menschen helfen kann“, so Mirko Becker, Vorstand des Fördervereins Bietigheimer Hockey sucht Freunde.

Schon die zweite Aktion

Insgesamt nahmen an diesem Samstag 32 Personen die Stäbchen in den Mund und sind nun Teil der DKMS. Eine davon Dana Haug. Die 25-jährige Damenspielerin war bisher noch nicht registriert: „Ich kam irgendwie nie dazu und heute konnte ich die Chance nutzen. Gerade weil ich sowieso beim Spiel zuschauen wollte, konnte ich das optimal verbinden.“ Diese Registrierungsaktion war bereits die zweite, die der Bietigheimer HTC durchführte, vor einigen Jahren ließ sich bereits ein Großteil der Mitglieder registrieren. Am vergangenen Samstag kamen dann noch einige dazu.