Konzert Afrikanische Trommeln und deutsche Chormusik

Die Chorporation gab in der Bietigheimer Kelter ein Konzert.
Die Chorporation gab in der Bietigheimer Kelter ein Konzert. © Foto: Martin Kalb
Bietigheim-Bissingen / Yasina Hipp 18.06.2018

Die rhythmische Trommelmusik der Trommlergruppe „Hakuna Matata“ versprühte afrikanisches Flair in der Bietigheimer Kelter am vergangenen Samstagabend. Die acht Musiker des Ensembles eröffneten das Jahreskonzert des Chores der Bietigheimer Chorvereinigung, Chorporation, auf westafrikanischen Djembé-Trommeln. Heinz Schmidt, Chorleiter der Chorporation, sagte: „Ich musste erstmal im Internet recherchieren, was Djembé-Trommeln sind und wie der tolle Klang zustande kommt.“ Die Sanduhr-förmige Djembé wird aus einem einzigen Stück Holz gefertigt und mit einer Tierhaut, meist von der Ziege, bespannt. Markus Hauke, der „Obertrommler“ der Schlagzeugschule „schlagwerkstatt“ in Bietigheim-Bissingen  erklärte: „Mit verschiedenen Trommeltechniken und je nachdem, wo man die Trommel trifft, kommen dann die unterschiedlichen Klänge zustande.“

Nach der lebendigen Trommelmusik gaben die Sänger dann auf der Bühne ihr Bestes und boten den Besuchern ein breites Repertoire an Liedern aus den vergangenen 100 Jahren. Meist vierstimmig sang der Chor Lieder von Adèle, den Sportfreunden Stiller, Elton John, Queen und vielen mehr. Die Musik ging zurück bis in die 1930er-Jahre mit „Mein kleiner grüner Kaktus“ von den Comedian Harmonists. Das neueste Lied war „All about that bass“ von Meghan Trainor aus dem Jahr 2014. „Wir freuen uns, wenn die Zuschauer dann auch bei ein paar bekannten Liedern mitsingen“, so Heinz Schmidt. „Adiemus“ von Enya war zwar kein Lied zum Mitsingen, aber bescherte den Zuschauern dennoch einen Gänsehaut-Moment: Der Chor wurde vom Klavier und einer Querflöte begleitet, was toll zu dem melancholischen Lied passte. Dirigentin Timea Toth leitete ihre 24 Sänger durch den Abend. Die vielen verschiedenen Stimmen füllten die Kelter aus und ließen den einen oder anderen Fuß im Takt mit wippen. Obwohl die Mischung aus afrikanischer Trommelmusik und der Popmusik des Chores ungewöhnlich war, kam sie bei den Besuchern gut an. Karin Bosch aus Ingersheim meinte: „Mit der Trommelmusik war es ein abwechslungsreicher Abend.“

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