A-, B-, C-Fans und Ultras: Wie teilt die Polizei ein?

CAH 30.03.2013
Seit den späten 80ern, erklärt Guido Passaro, der Leiter des Bietigheimer Polizeireviers, teilen Experten, die sogenannten szenekundigen Beamten, Anhänger von Sportclubs in drei Kategorien ein. Kategorie A: der Kuttenfan.

Seit den späten 80ern, erklärt Guido Passaro, der Leiter des Bietigheimer Polizeireviers, teilen Experten, die sogenannten szenekundigen Beamten, Anhänger von Sportclubs in drei Kategorien ein.

Kategorie A: der Kuttenfan. Er schwärmt für seine Mannschaft, schmückt seine Kleidung mit Aufnähern und Fanschal und ist sehr sportinteressiert. Er bleibt friedlich.

Kategorie B: der Fan, der in bestimmten Situationen - zum Beispiel Frust über den Spielverlauf - mitunter gewaltbereit wird und aggressiv auftritt. In der Regel dabei: Alkohol.

Kategorie C: der Hooligan. Ihm geht es weniger um den Sport als ums Schlägern. Oft spielen sich die Prügeleien abseits ab. Rein äußerlich, so Passaro, ist er meist nur für geschulte Experten zu erkennen.

Ultras: eine neuere Gruppe, die sich vertikal aus allen Kategorien bedient, wie Passaro sagt. Die Bewegung kommt aus Südosteuropa. Der Ultra ist sehr fanatisch und lebt rein für den Sport. Kommerz und die Querelen der Funktionäre lehnt er ab. Mit Fahnen, Trommeln, Gesängen und Choreografien bringt er Stimmung in die Bude - doch das Ganze kann auch kippen. Vor allem, wenn Ultra auf Ultra trifft.