Neubürgerempfang „Niemand in der Stadt muss einsam sein“

 Oberbürgermeister Jürgen Kessing begrüßte die Neubürger im Rathaus.
 Oberbürgermeister Jürgen Kessing begrüßte die Neubürger im Rathaus. © Foto: Helmut Pangerl
Frank Ruppert 22.10.2018

Zweimal im Jahr laden wir Neubürger ein“, sagt Anette Hochmuth, Pressesprecherin der Stadt im Vorfeld des Neubürgerempfangs am Samstagmorgen im Rathaus in Bietigheim. 1200 Zuzüge habe es im vergangenen Halbjahr gegeben, 150 Neubürger haben die Einladung der Stadtverwaltung angenommen, sich über ihre neue Heimat zu informieren.

Fast jeder Platz ist an diesem Samstagmorgen im Rathaussaal besetzt. Die Neubürger sind ein auch demografisch bunt gemischt, von jungen Familien bis hin zu Senioren – die Stadt scheint für viele Anziehungskraft zu haben. Was die Stadt und vor allem ihre Vereine so zu bieten haben, erklären Fachkräfte von den Vereinen.

Schuldenfreie Stadt

Den Anfang macht jedoch Oberbürgermeister Jürgen Kessing, der einen sehr kurzen Abriss über die Geschichte bietet, der mit 1200-Jahr-Feier und Gartenschau sowie 650 Jahre Stadterhebung im Jahr 2014 endet. „Wir sind schuldenfrei“, führt der Schultes mit dem Mantra-gleichen Spruch in die Gegenwart über. Auch vom bekanntesten Vorort Stuttgart ist die Rede. Der OB spricht die Skulpturen im Stadtbild an, die alle ganz wörtlich zum Begreifen da seien, und geht auf Bogenviertel, Sky-Hochhaus, Metter-Terrassen und darauf ein, dass man ja die heimliche Kulturhauptstadt des Landkreises sei.

Dann merkt man, dass in Bietigheim die Haushaltsberatungen anstehen. Kessing erklärt, dass es der Stadt vor allem dank des Gewerbes gut gehe, sich die guten wirtschaftlichen Zeiten aber auch wieder ändern werden. Deshalb müsse man in den guten Zeiten vorsorgen für die schlechten. Kessing geht auf die Sportstättendiskussion ein und erklärt, dass es viel Geld koste, ein neues Bad mit 25-Meter-Bahnen zu bauen (12-15 Millionen Euro), eines mit 50-Meter-Bahnen koste leicht das Doppelte. Wenig überraschend kommt der Oberbürgermeister schließlich zur Feststellung, an die Neubürger seiner Stadt gerichtet: „Sie haben einen guten Ort gewählt.“

Dann sind die Vereinsvertreter der verschiedenen Dachverbände an der Reihe. Den Anfang macht Traute Theurer vom Dachverband Natur. Sie erklärt, dass 15 Vereine Mitglied seien und stellt kurz einige Programme vor. Auch der Blumenschmuckwettbewerb liegt ihr am Herzen. Sie wirbt um neue Teilnehmer, dieses Jahr waren es aber auch schon 271.

Für den Dachverband Kultur spricht Jochen Wiesbauer. Ein wenig aufgeregt, verhaspelt er sich zu Beginn, kriegt dann aber noch die Kurve und wirbt für die 16 Mitgliedsvereine und vor allem für Sängernachwuchs.

Renate Wendt vom Dachverband Seniorenarbeit stellt das reichhaltige Angebot für Ältere vor und zeigt anhand ausgesuchter Fragestellungen rund um Senioren, wo der Dachverband und die Aktiven Senioren helfen könnnen. Auch die neue Broschüre, die Anlaufstellen zusammenträgt, zeigt den Neubürgern, dass für Senioren einiges geboten ist. „Niemand in der Stadt muss einsam ein, egal welchen Alters“, sagt Wendt treffend.

Präsentation der Verbände

Dann führt Pfarrer Siegfried Seehofer aus, welche christlichen Glaubensgemeinschaften es in der Stadt gibt, bevor Günter Krähling vom Stadtverband Sport für die mehr als Sportvereine wirbt.

Nach eineinhalb Stunden Informationen werden die Bietigheim-Bissinger Neubürger auf eine Busrundreise durch die Stadt geschickt. Die meisten nehmen das Angebot an. In mehreren Bussen geht es kreuz und quer durch die Stadt. Lehmgrube, Friedhof Sankt Peter, das Ellental, der ehemalige Steinbruch, der Bruchwald, das Kino in Bissingen aber auch das künftige Bogenviertel, das Buchzentrum und Sand stehen auf dem Fahrplan und Stadtführer wie Margarethe Hamich geben kurze Einblicke in die Stadthistorie. Nach drei Stunden endet das Programm und die Neubürger werden mit einer Tasche voller Informationen und einem Gutschein in die neue Heimat zurück entlassen.

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