Bebauung 52 neue Wohnungen sollen entstehen

Auf dem Gelände des ehemaligen Bauernhofs im Gebiet Schwarzwald-/Hölderlinstraße soll ein Neubaugebiet entstehen. Im Vordergrund der Bahnhalt Ellental.
Auf dem Gelände des ehemaligen Bauernhofs im Gebiet Schwarzwald-/Hölderlinstraße soll ein Neubaugebiet entstehen. Im Vordergrund der Bahnhalt Ellental. © Foto: MARTIN KALB
Bietigheim-Bissingen / Von Uwe Mollenkopf 20.09.2018

Zwischen dem Bahnhaltepunkt Ellental und der Bietigheimer Altstadt soll neuer innerstädtischer Wohnraum entstehen. Die Firma Pflugfelder will dort 52 Wohnungen  bauen. Nachdem der Gemeinderat im April den Einstieg ins Bebauungsplanverfahren beschlossen hatte, konnten sich am Dienstag die Bürger bei einer Informationsveranstaltung der Stadt im Bissinger Rathaus äußern.

Auf dem Gelände (3484 Quadratmeter) befindet sich ein ehemaliger Landwirtschaftsbetrieb. Das Ludwigsburger Immobilienunternehmen will dort entlang der Schwarzwald- und Hölderlinstraße vier Mehrfamilienhäuser bauen, die in der Höhe entsprechend dem ansteigenden Straßenverlauf gestaffelt sind. Das südlichste bildet einen „Hochpunkt“, als Pendant zum bestehenden Hochhaus im Ellental. Im Innenbereich sollen Stadthäuser entstehen, die sich in der Höhe an die kleinteiligere, westlich angrenzende Bebauung anpassen.

Parallel dazu soll in der Schwarzwaldstraße die Rechtsabbiegespur verlängert werden, damit der Verkehr besser fließt. Der Gehweg soll verbreitert werden, inklusive Grünstreifen, sowie eine Bushaltestelle eingerichtet werden.

Wichtig ist der Stadtverwaltung, dass sich der Bauträger verpflichtet, rund 15 Wohnungen für mindestens 25 Jahre im Mietwohnungsbestand zu halten. Die Vergabe dieser Mietwohnungen soll gemeinsam mit der Stadt und nur an Einwohner der Stadt oder Einpendler vergeben werden.

Oberbürgermeister Jürgen Kessing betonte auf der Veranstaltung, dass die Stadt aufgrund der bekannten Engpässe auf dem Wohnungsmarkt bemüht sei, an allen geeigneten Stellen Wohnungsbau zu ermöglichen – gerade innerhalb der bereits bebauten und erschlossenen Ortsteile, wie an dieser Stelle.

Rund 60 Bürger waren zu der Veranstaltung gekommen. Viele ihrer Fragen drehten sich um den Verkehr. Vor allem die Anwohner der Hölderlinstraße beklagten, dass diese eng zugeparkt werde, in zunehmenden Maß auch von Nutzern des Bahnhaltepunkts Ellental. Zudem werde Tempo 30 nicht eingehalten. Laut Stadtverwaltung dürfte durch die Neubebauung  das Verkehrsaufkommen in Spitzenstunden um bis zu 33 Fahrzeuge zunehmen, was aber nicht viel sei.

Schallschutzgutachten in Arbeit

Die Probleme mit den parkenden Autos werde jetzt das Ordnungsamt prüfen, erklärte Sprecherin Anette Hochmuth auf BZ-Anfrage. Eventuell komme ein Parkverbot in Frage. Auch das Thema Bewohnerparkausweise wie beim Krankenhaus werde man prüfen.

Zum Problem des Schallschutzes erklärte Andrea Schwarz, die Leiterin des Stadtplanungsamtes, dass durch die ebenfalls geplante Verbreiterung der Schwarzwaldstraße für die Rechtsabbiegespur und die damit einhergehende Anlage von Grünbereichen sowie durch eine begrünte Stützwand zum neuen Baugebiet  mehr Schall aufgefangen werde. Ein spezielles Schallgutachten werde aber noch erstellt.

Bewohner der Schwarzwald­straße beklagten das hohe Verkehrsaufkommen dort und dass viel gerast werde. Sie verwiesen  darauf, dass der im Dezember beschlossene Lärmaktionsplan hier Tempo 40 vorsieht. Doch nach Auskunft der Chefin für Stadtplanung sind davor noch weitere detaillierte Untersuchungen nach den Vorgaben des Landes nötig.

Die Pläne sind jetzt bis Mitte Oktober öffentlich einsehbar, dann wird inklusive aller eingegangenen Bürgeranregungen ein Entwurfsbeschluss für den Bebauungsplan erstellt. Anschließend gibt es nochmals eine Bürgerbeteiligung. Wann die Bagger anrollen, ist noch unklar: Der Termin für den Baubeginn stehe noch nicht fest, so Sprecherin Hochmuth.

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