Aus dem Vermögen der aufgelösten Umweltstiftung Bietigheim-Bissingen geht ein Drittel in Höhe von 16 050 Euro als Zustiftung an die Stiftung für die Diakoniestation Bietigheim-Bissingen (die BZ berichtete). Den Betrag übergaben Manfred Sommer und Wolfgang Dollinger an die beiden Vorstände der Diakoniestiftung Thomas Reusch-Frey und Rudolf Bayer vor der Tagespflege in der Gartenstraße 40.

Projekte für die Zukunft

Die Zustiftung wird dem Vermögensstock der Stiftung für die Diakoniestation zuwachsen. „Mit den Erträgen wollen wir vor allem unsere beiden großen Zukunftsprojekte voranbringen. Dazu gehört an erster Stelle die Schaffung neuer, ambulant betreuter Wohnformen für ältere Menschen“, legen Rudolf Bayer und Thomas Reusch-Frey ihre Pläne dar. „Und zweitens wollen wir bezahlbaren Wohnraum für Pflegekräfte schaffen und damit einen Beitrag zur Sicherstellung guter Pflege für die Menschen in unserer Stadt leisten.“

Eigentlich sollte das Stiftungsvermögen der Umweltstiftung nach ihrer Satzung von 1998 im Falle ihrer Aufhebung der Deutschen Krebshilfe in Bonn übergeben werden. Die Bietigheim-Bissinger Stiftungen Hospiz und Diakoniestation sind erst später gegründet worden. Der Vorstand der Umweltstiftung hat daher seine Satzung zugunsten der ihr näherstehenden hiesigen Stiftungen geändert. Die Stiftung Hospiz Bietigheim-Bissingen hat aus dem Stiftungsvermögen der aufgelösten Umweltstiftung bereits eine Zustiftung von 32 100 Euro erhalten.

Der Vorstand der Umweltstiftung Bietigheim-Bissingen wollte, dass sein aus den Beiträgen der hiesigen Bürgerschaft entstandenes Stiftungsvermögen zugunsten der Bietigheim-Bissinger Bürger eingesetzt wird. Mit der Übergabe an die Stiftungen Hospiz und Diakoniestation in Bietigheim-Bissingen wird dieser Absicht entsprochen.

Bei der Übergabe an die Stiftung für die Diakoniestation Bietigheim-Bissingen am Mittwochabend bedankten sich Reusch-Frey und Bayer. Dieser große Betrag mache es der Stiftung für die Diakoniestation möglich, einen erheblichen Beitrag für eine soziale Stadt zu leisten. Manfred Sommer und Wolfgang Dollinger konnten sich zudem von dem Engagement der Diakoniestiftung überzeugen und die Tagespflege besichtigen. Schließlich wurde diese Einrichtung in der Gartenstraße 40 mit einem speziell angelegten Garten von der Stiftung für die Diakoniestation geschaffen. Betrieben wird sie von der Diakoniestation.

Die Entstehung der Stiftung für Umwelt


Der Umweltstiftung sei es nicht anders ergangen, als mancher anderen kleinen Stiftung, teilt Manfred Sommer zu den Gründen für das Stiftungsende mit. Sie habe bei den derzeitigen niedrigen Bankzinsen ihre Stiftungsziele nicht mehr erreichen können. Mit Beschluss ihres Vorstands und mit Genehmigung des Regierungspräsidiums habe sie sich daher aufgelöst (die BZ berichtete).

Entstanden ist die Umweltstiftung mit der „Bürgerinitiative für Müllvermeidung gegen Müllverbrennung Bietigheim-Bissingen“ 1989. Damals wollte der Landkreis Ludwigsburg auf einem Teil des heutigen Golfplatzgeländes Monrepos eine Müllverbrennungsanlage bauen.

1998 wurden diese Pläne ad acta gelegt und damit habe die Initiative ihre Ziele erreicht. Die bis dahin angesparten Mittel wurden nun in die 1998 gegründete Stiftung für Umwelt eingebracht. Vorsitzender war Ernst Lober. bz